25.3.11
Bayerische Eisenbahngesellschaft auf Forderung des VCD: zusätzliche Fahrten ab Straubing zu teuer?
VCD: Straubing braucht bessere Umsteigemöglichkeiten von den agilis-Zügen in die ICEs in Regensburg.
Auf den Antrag des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) nach besseren Umsteigemöglichkeiten von den agilis-Zügen in die ICEs in Regensburg durch einige zusätzliche Fahrten antwortete die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) abschlägig: „Die Herstellung weiterer Anschlüsse von und zum ICE haben wir mit Agilis intensiv diskutiert. Angesichts der hohen Bestellerentgelte und der begrenzten finanziellen Ressourcen des Freistaats ist es derzeit leider nicht möglich, eine solche Angebotsverbesserung außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu realisieren,“ heisst es in dem Schreiben vom März. Und zur Gäubodenbahn „gibt es zu Ihren Forderungen nach einem 1- Stunden-Takt am Wochenende sowie nach zusätzlichen Zügen im Berufsverkehr keinen neuen Sachstand. Wir planen nicht, zum nächsten Fahrplanwechsel Änderungen am Fahrplanangebot vorzunehmen“. Dass der BEG und somit dem Freistaat Bayern eine einigermassen annehmbare Anbindung Straubings an die ICEs in Regensburg nach Wegfall der meisten Fernverkehrshalte in der Gäubodenstadt kein Geld wert ist, ist nicht akzeptieren, so Johann Meindorfer vom VCD.
Auch der Hinweis, dass die Verantwortung für den Schienenpersonenfernverkehr ohnehin beim Bund liege, helfe da nicht weiter. Nachdem agilis mit dem vorhandenen neuen Fahrzeugpark problemlos in der Lage wäre, die dazu weiter erforderlichen Verdichterzüge zu fahren und diese auch für ein angemessenes Angebot auch für studentische und Berufspendler zwischen Straubing und Regensburg nötig sind, sieht der VCD die BEG für eine Bestellung solcher Zusatzleistungen zum nächsten Fahrplanwechsel in der Pflicht, um für entsprechende Verbesserung der Bahnanbindung des Oberzentrums Straubing zu sorgen. Auf der Strecke Neumarkt – Regensburg –Straubing – Plattling fehlten angesichts der zusammengestrichenen Fernverkehrshalte in Straubing nach wie vor zeitlich angemessene Umsteigemöglichkeiten von den agilis-Regionalzügen in die und von den ICEs in Regensburg. Um diese zu ermöglichen, ist die Bestellung weiterer Fahrten erforderlich, die Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten herstellen zu den verschiedenen ICE 228, 28, 26, 90 und 20 sowie von ICE 21, 23, 91,27, 229 und EN 491, listet Meindorfer auf. Einzig bei den ICE 22 und 29 könne bisher von annehmbaren Umsteigezeiten gesprochen werden, da sich durch schon vorhandene agilis-Verdichterzüge besser erreichbar sind.
Für die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn bestehe die Erfordernis eines ganztägigen Stundentakts auch an Wochenenden und Feiertagen sowie eines werktäglichen Halbstundentakts in den Hauptverkehrszeiten. Damit müssten weitere Reisendenpotentiale abgedeckt werden, ebenso die Gewinnung neuer Bahnkunden sowie die Sicherung einer ausreichenden ÖPNV-Mobilität für die Bewohner des Labertals, wie dies auch für andere Strecken zur Verbindung von Oberzentren der Fall sei. Die BEG solle zumindest Mittel für eine schrittweise Taktverdichtung auf dieser Strecke zur Verfügung stellen, was diese bisher ablehnt. Mandatsträger aller Parteien und Ebenen in Bundestag und Landtag müssten genügend Geld für einen zeitgemässen Eisenbahnverkehr im Lande zur Verfügung stellen, so der Verkehrsclub, „der Bahn als sozial- und ökologieverträglichem Verkehrsträger muss dabei eine deutliche Priorität zukommen“.
Johann Meindorfer
4.2.11
VCD nicht zufrieden mit Antwort der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zum Bahnverkehr in Ostbayem:
Politik soll für Geld zum Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau sorgen
Dass „aus haushaltstechnischen Gründen und wegen der mangelnden Trassenverfügbarkeit zwischen München und Freising“ keine Massnahmen gegen die häufig auf dieser Strecke auftretenden Verspätungen durch verspätete vorausfahrende S-Bahnen möglich seien, diese Antwort der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) will der Verkehrsclub Deutschland (VCD) nicht akzeptieren. Zur Sicherstellung hinreichender Pünktlichkeit, von Umsteigeverbindungen, sei eine Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik dringendst geboten. Johann Meindorfer vom VCD- Arbeitskreis Ostbayern bittet die BEG in einem erneuten Vorstoss daher nochmals , sich beim Bund, der DB Netz AG und der Staatsregierung auf die Bereitstellung entsprechender Finanzmittel für einen kapazitätssteigernden Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau einzusetzen; bei letzterer fehle auch nach wie vor ein zweites Gleis zwischen Landshut und Plattling. Nachdem die erfreulich hohe Nachfrage zwischen München und Landshut leider immer noch häufig für überfüllte Züge auf diesem Streckenabschnitt – nicht nur zu Zeiten besonders publikumsträchtiger Veranstaltungen – sorgt, beantragt der VCD auch, hier zusätzliche Zug- bzw. Sitzplatzkapazitäten zu bestellen bzw. zu organisieren. Für die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn bestehe die Erfordernis eines ganztägigen Stundentakts auch an Wochenenden und Feiertagen sowie eines werktäglichen Halbstundentakts in den Hauptverkehrszeiten. Damit müssten weitere Reisendenpotentiale abgedeckt werden, ebenso die Gewinnung neuer Bahnkunden sowie die Sicherung einer ausreichenden ÖPNV-Mobilität für die Bewohner des Labertals, wie dies auch für andere Strecken zur Verbindung von Oberzentren der Fall sei. Die BEG solle zumindest Mittel für eine schrittweise Taktverdichtung auf dieser Strecke zur Verfügung stellen.
Auf der Strecke Neumarkt – Regensburg –Straubing – Plattling fehlten angesichts der zusammengestrichenen Fernverkehrshalte in Straubing nach wie vor zeitlich angemessene Umsteigemöglichkeiten von den agilis-Regionalzügen in die und von den ICEs in Regensburg. Um diese zu ermöglichen, ist die Bestellung weiterer Fahrten erforderlich, die Anschlüsse mit kurzen Umsteigezeiten herstellen zu den verschiedenen ICE 228, 28, 26, 90 und 20 sowie von ICE 21, 23, 91,27, 229 und EN 491, listet Meindorfer der BEG auf. Einzig bei den ICE 22 und 29 könne bisher von annehmbaren Umsteigezeiten gesprochen werden, da sich durch schon vorhandene agilis-Verdichterzüge besser erreichbar sind. Nachdem agilis mit dem vorhandenen neuen Fahrzeugpark problemlos in der Lage wäre, die dazu weiter erforderlichen Verdichterzüge zu fahren und diese auch für ein angemessenes Angebot auch für studentische und Berufspendler zwischen Straubing und Regensburg nötig sind, bittet der VCD die BEG um eine Bestellung solcher Zusatzleistungen zum nächsten Fahrplanwechsel für entsprechende Verbesserung der Bahnanbindung des Oberzentrums Straubing zu sorgen.
Johann Meindorfer
30.12.10
Von Radldorf, Sünching und Strasskirchen so viele Züge wie noch nie nach Straubing, Plattling und Regensburg
Aus Strasskirchen und Plattling Taktlücke geschlossen: jetzt auch um halb neun In Straubing zur Arbeit, Einkauf oder Arztbesuch - Bestes Fahrplanangebot seit jeher im Bahn-Regionalverkehr
Mit dem neuen Fahrplan gibt es von Radldorf, Sünching und Strasskirchen so viele Züge wie noch nie nach Straubing, Plattling und Regensburg. Aus Strasskirchen und Plattling wurde nicht nur eine bisherige Taktlücke am Morgen geschlossen, sondern morgens und abends ist Montags bis Freitags ein Halbstundentakt ab Plattling Richtung Regensburg/Parsberg über Straubing von ca. halb Sechs Uhr bis 8 Uhr am Morgen und am späteren Nachmittag ab ca. 16:27 bis 18:27 Uhr von Straubing nach Regensburg eingerichtet worden, was vor allem Pendlern und Studenten, aber auch für Einkaufsfahrten nützt. Dabei fahren die Züge ab Plattling um 5:26, 6:09, 6:29, 7.11, 7:26, 8:11 und dann jeweils 11 Minuten nach der vollen Stunde(Strasskirchen Minute 19, Straubing Minute 26) im Stundentakt bis 23.11 Uhr nach Radldorf, Straubing, Sünching und Regensburg sowie meist weiter bis Neumarkt. Ergänzend verkehren Züge ab Straubing nach Radldorf, Sünching und Regensburg sowie weiter bis Parsberg um 16:51 und 17:53. Aus Richtung Plattling und Strasskirchen kann man nun auch um 7: 39 und 8:26 Uhr in Straubing ankommen, was vielen Pendlern aber auch Gelegenheitsfahrgästen zum Vorteil gereicht. Mit dem Zug ab Plattling um 5:26, 6:09, 6:29 Uhr kann man Montags bis Freitags sogar ohne Umsteigen nach Ingolstadt fahren. Für Nachtschwärmer fährt der letzte Zug in Regensburg um 0:09 Uhr ab, erreicht Sünching um 0:25, Straubing um 0:37 Uhr und fährt über Strasskirchen (0:43 Uhr) nach Plattling mit Ankunft um 0:51 Uhr. Da würde sich der VCD noch eine spätere Fahrmöglichkeit wünschen. Abgesehen von fehlenden zusätzlichen Nacht- und Fernverkehrshalten in Straubing ist laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) damit und mit den stündlichen Verbindungen über Plattling nach München mit Regionalexpress-Zügen nun das beste Fahrplanangebot seit jeher für die Region gegeben, es bestehe aber weiterer dringender Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr: Mit weiteren Zwischen-Zügen müsse für eine kürzere Umsteigezeit zu den ICEs in Regensburg gesorgt werden.
Auf jedem neuen agilis-Triebzug sei zwar eine mobile Rampe vorhanden, „die vom Zugpersonal auf Anforderung ausgelegt wird und der Spalt- und Höhenüberbrückung dient“. Da dies immer noch nicht die ganze Zugangssituation etwa am Bahnhof Straubing barrierefrei macht, rief der VCD den notwendigen barrierefreien Ausbau sowie eine generelle und bayernweite Abstimmung von Bahnsteighöhen an die eingesetzten Fahrzeuge bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) in Erinnerung. Man fordert auch den Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau; bei letzterer fehlt auch nach wie vor ein zweites Gleis zwischen Landshut und Plattling. Für hinreichende Pünktlichkeit sei eine Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik sowie Tempo 160 bei Reisezügen erforderlich, so Johann Meindorfer vom VCD. Er bittet die BEG, sich beim Bund, der DB Netz AG und dem Freistaat für entsprechende Finanz-mittel und Aufnahme in die Ausbaupläne einzusetzen. Auch seien die Verspätungen durch verspätete S-Bahnen abzustellen. Die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn brauche einen ganztägigen Stundentakt auch an Wochenenden und Feiertagen sowie einen Halbstundentakt werktags in den Hauptverkehrszeiten. Die BEG solle Mittel dafür zur Verfügung stellen. Sinnvoll wären laut VCD Anschlüsse an die zwischen München und Regensburg und umgekehrt bisher ohne Halt in Neufahrn verkehrenden Alex-Zusatzzüge.
11.11.10
VCD: Ab 12. Dezember mehr Züge und teilweiser Halbstundentakt zwischen Plattling, Straubing und Regensburg
– Triebwagen mit mobiler Rampe zur Spalt- und Höhenüberbrückung – Tarifsystem bleibt – Semesterticket auf Straubing ausdehnen! Taktverdichtung auf der Gäubodenbahn erforderlich – BEG an barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing erinnert -
Nachdem die agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG künftig die Verkehre auf der Strecke Neumarkt – Regensburg –Straubing – Plattling übernehmen wird, erhielt Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) auf Fragen zum künftigen Bahnbetrieb erfreuliche Mitteilungen: So wurde laut agilis gerade noch rechtzeitig inzwischen dem Antrag Erteilung der Genehmigung zur Inbetriebnahme und Bauartzulassung für die dreiteiligen agilis-Triebfahrzeuge vom Typ Coradia Continental, Baureihe 440, stattgegeben. Dem Fahrplanentwurf seien etliche zusätzliche Züge zwischen Plattling, Straubing und Regensburg zu entnehmen, insbesondere ist Montags bis Freitags ein Halbstundentakt ab Plattling Richtung Regensburg über Straubing von ca. halb Sechs Uhr bis 8 Uhr am Morgen uns am späteren Nachmittag ab ca. 16:27 bis 18:27 Uhr von Straubing nach Regensburg vorgesehen, was vor allem Pendlern und Studenten, aber auch für Einkaufsfahrten nützen wird. Ein Anliegen ist dem VCD, dass es dadurch zu keiner weiteren Zersplitterung des Tarifsystems kommt. Man wünsche sich mit dem RVV (Regensburger Verkehrsverbund) eine Ausdehnung der Gültigkeit des Semester-Tickets auf die Gesamtstrecke.
Nun hat agilis dem VCD gegenüber erklärt, das Tarif- bzw. Vertriebssystem werde sich nicht grundlegend ändern. Alle Fahrscheine der DB würden bei agilis anerkannt, auch die Angebote des Freistaats Bayern wie das Bayern -Ticket. Fahrscheine aus dem Eigenvertrieb von agilis könnten „natürlich ebenfalls in den Fahrzeugen anderer Unternehmen genutzt werden“. Das Semesterticket Regensburg wird analog zur heutigen Situation gültig sein, was laut VCD Straubing und den Landkreis nicht mit erfasst. Bezüglich einer weiteren Ausdehnung der Gültigkeit sei agilis generell gesprächsbereit, was laut Meindorfer einem Auftrag an die Politik in Stadt und Landkreis gleichkomme, mit agilis, dem RVV und dem Studentenwerk Regensburg über eine Ausdehnung zu verhandeln. Auf jedem neuen Triebzug sei eine mobile Rampe vorhanden, „die vom Zugpersonal auf Anforderung ausgelegt wird und der Spalt- und Höhenüberbrückung dient“. Da dies immer noch nicht die ganze Zugangssituation etwa am Bahnhof Straubing barrierefrei macht, rief der VCD den notwendigen barrierefreien Ausbau sowie eine generelle und bayernweite Abstimmung von Bahnsteighöhen an die eingesetzten Fahrzeuge bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) in Erinnerung.
Man fordert auch den Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau; bei letzterer fehlt auch nach wie vor ein zweites Gleis zwischen Landshut und Plattling. Für hinreichende Pünktlichkeit sei eine Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik sowie Tempo 160 bei Reisezügen erforderlich, so Meindorfer. Er bittet die BEG, sich beim Bund, der DB Netz AG und dem Freistaat für entsprechende Finanz-mittel und Aufnahme in die Ausbaupläne einzusetzen. Auch seien die Verspätungen durch verspätete S-Bahnen abzustellen. Die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn brauche einen ganztägigen Stundentakts auch an Wochenenden und Feiertagen sowie einen Halbstundentakt werktags in den Hauptverkehrszeiten. Die BEG solle Mittel dafür zur Verfügung stellen. Sinnvoll wären laut VCD Anschlüsse an die zwischen München und Regensburg und umgekehrt bisher ohne Halt in Neufahrn verkehrenden Alex-Zusatzzüge.
Mit freundlichen Grüssen Johann Meindorfer
07.10.2010
Verfehlte Planung bei der Bahn
Nach Hitzeschlägen im Sommer nun frierende Zugfahrgäste im Winter
Im Sommer hatte die Deutsche Bahn mit vielen Ausfällen der Klimaanlagen in ihren Zügen zu kämpfen. In den Innenräumen herrschten teilweise Temperaturen von über 50 Grad Celsius und einige Fahrgäste mussten sogar in ein Krankenhaus gebracht werden. Grund genug für die SPD in einer Anfrage an die Staatsregierung die Ausrüstung der auf Bayerns Schienen verkehrenden Züge in Erfahrung zu bringen. Auch in Hinblick auf den kommenden Winter ist die Ausstattung mit Klimaanlagen ein wichtiges Thema.
Die SPD wollte wissen, wie viele Züge in Bayern denn überhaupt mit Klimaanlagen ausgerüstet sind. Die Antwort ist deprimierend. Demnach verfügen nur 157 der 218 im Freistaat eingesetzten Dieseltriebwagen über eine Klimaanlage und bei den gerade auf längeren Strecken verkehrenden Doppelstockwagen sind es nur 126 der 209 genutzten Wagen. „Dass im Jahr 2010 immer noch ein Drittel der Züge ohne Klimaanlage unterwegs ist, bedeutet eine Zumutung für die vielen, zahlenden Fahrgäste", findet der Straubinger Abgeordnete Reinhold Perlak.
Nach Auskunft der Staatsregierung besitzen die einstöckigen, so genannten n-Wagen sowie viele ältere Züge, deren Zahl nicht im Antwortschreiben genannt wird, und „einige" Wagen des Arriva-Länderbahn-Express (alex) gar keine Klimaanlage. „Hier sind eindeutig Fehler in der Ausschreibung gemacht worden. Da wurde in den betreffenden Stellen zu kurz gedacht und das müssen jetzt die Fahrgäste ausbaden", kritisiert der Straubinger Abgeordnete.
„Der alex fährt einmal quer durch Bayern, von München nach Hof, und gefährdet dabei die Gesundheit der Fahrgäste. Im Sommer ist es zu heiß, im Winter zu kalt", moniert Reinhold Perlak, selbst ständiger Fahrgast im alex. Zusätzlich zur Belastung durch das Pendeln und der Zeit, die die Menschen auf den Schienen verbringen, geselle sich also auch noch das Gesundheitsrisiko. „In der kalten und nassen Jahreszeit gibt dann vielleicht das viel zu kalte Abteil den Ausschlag für die Grippe, das wollen wir nicht", mahnt Perlak an.
01.10.2010
VCD hakt zum Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr für Straubing nach – Antwort der agilis Verkehrsgesellschaft
Agilis-Triebwagen mit mobiler Rampe zur Spalt- und Höhenüberbrückung – Tarifsystem bleibt – Semesterticket auf Straubing ausdehnen! Taktverdichtung auf der Gäubodenbahn erforderlich – BEG an barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Straubing erinnert Nachdem die agilis Verkehrsgesellschaft mbH & Co. KG künftig die Verkehre auf der Strecke Neumarkt – Regensburg –Straubing – Plattling übernehmen wird, ist Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) mit Fragen zum künftigen Bahnbetrieb dort vorstellig geworden. Ein Anliegen war ihm, dass es dadurch zu keiner weiteren Zersplitterung des Tarifsystems kommt, sondern sowohl fahrplanmässige wie auch tarifliche Verbesserungen erreicht werden. Man wünsche sich eine Kooperation von agilis mit dem RVV bezüglich einer Ausgedehnung der Gültigkeit des dort angebotenen Semester-Tickets auf die von agilis bediente Gesamtstrecke. Nun hat agilis dem VCD gegenüber erklärt, das Tarif- bzw. Vertriebssystem werde sich nicht grundlegend ändern. Alle Fahrscheine der DB würden bei agilis anerkannt, auch die Angebote des Freistaats Bayern wie das Bayern -Ticket. Fahrscheine aus dem Eigenvertrieb von agilis könnten „natürlich ebenfalls in den Fahrzeugen anderer Unternehmen genutzt werden“. Das Semesterticket Regensburg wird in agilis-Zügen analog zur heutigen Situation gültig sein, was laut VCD Straubing und den Landkreis Straubing-Bogen nicht mit erfasst. Bezüglich einer weiteren Ausdehnung der Gültigkeit sei agilis generell gesprächsbereit, was laut Meindorfer einem Auftrag an die Politik in Stadt und Landkreis gleichkomme, mit agilis, dem RVV (Regensburger Verkehrsverbund) und dem Studentenwerk Regensburg über eine Ausdehnung zu verhandeln.
Zur Frage des VCD nach dem Zusammenpassen von Bahnsteigen und den von agilis eingesetzten neuen Fahrzeugen des Typ´s Coradia Continental BR 440 mit einer Einstiegshöhe von 600 mm antwortete die Verkehrsgesellschaft, es sei auf jedem Triebwagen eine mobile Rampe vorhanden, „die vom Zugpersonal auf Anforderung ausgelegt wird und der Spalt- und Höhenüberbrückung dient“. Da dies immer noch nicht die ganze Zugangssituation etwa am Bahnhof Straubing barrierefrei macht, rief der Verkehrsclub Deutschland dennotwendigen barrierefreien Ausbau sowie eine generelle und bayernweite Abstimmung von Bahnsteighöhen an die eingesetzten Fahrzeuge in einem aktuell übersandten Schreiben an die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) in Erinnerung. Man fordert auch zur Vermeidung von Verspätungen und Erhöhung der Streckenkapazität auch im Hinblick auf die Trassenkonkurrenz mit dem auszubauenden Güterverkehr einen geschwindigkeitserhöhender Ausbau der Bahnstrecken München-Regensburg und München—Passau; bei letzterer fehlt auch nach wie vor ein zweites Gleis zwischen Landshut und Plattling. Zur Sicherstellung hinreichender Pünktlichkeit, von Umsteigeverbindungen, sei eine Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik sowie Ertüchtigung für Tempo 160 bei Reisezügen zur Ausschöpfung der Geschwindigkeitspotentiale der eingesetzten Fahrzeuge und zur angemessenen Erhöhung der Reisegeschwindigkeit erforderlich, so Johann Meindorfer vom VCD- Arbeitskreis Ostbayern. Dieser bittet die BEG, sich beim Bund, der DB Netz AG und der Staatsregierung auf die Bereitstellung entsprechender Finanzmittel und Aufnahme in die notwendigen Ausbaupläne einzusetzen. Nachdem die erfreulich hohe Nachfrage zwischen München und Landshut leider immer noch häufig für überfüllte Züge auf diesem Streckenabschnitt – nicht nur zu Zeiten besonders publikumsträchtiger Veranstaltungen – sorgt, beanttagt der VCD, hier zusätzliche Zug- bzw. Sitzplatzkapazitäten zu bestellen. Dringender Verbesserungsbedarf sei auch zwischen München und Freising abzuarbeiten, um die wegen der häufig auf diesen Strecken auftretenden Verspätungen durch verspätete vorausfahrende S-Bahnen abzustellen.
Für die Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn bestehe die Erfordernis eines ganztägigen Stundentakts auch an Wochenenden und Feiertagen sowie eines werktäglichen Halbstundentakts in den Hauptverkehrszeiten. Damit müssten weitere Reisendenpotentiale abgedeckt werden, ebenso die Gewinnung neuer Bahnkunden sowie die Sicherung einer ausreichenden ÖPNV-Mobilität für die Bewohner des Labertals, wie dies auch für andere Strecken zur Verbindung von Oberzentren der Fall sei. Die BEG solle zumindest Mittel für eine schrittweise Taktverdichtung auf dieser Strecke zur Verfügung stellen. Sinnvoll wäre laut VCD dort eine Herstellung von Anschlüssen an die zwischen München und Regensburg und umgekehrt bisher ohne Halt in Neufahrn verkehrenden Alex-Zusatzzüge. Dies könne erfolgen, indem diese Züge in ihrer Fahrlage so verschoben werden, dass dies mit den Anschlüssen von und zur Gäubodenbahn kompatibel ist. Eine solche Massnahme würde zugleich zusätzliche Fahrmöglichkeiten vom aufkommensstarken Bahnhof Neufahrn für die dortige Bevölkerung bieten.
01.09.2010
Versagens der Staatsregierung kostet Arbeitsplätze
SPD-Fraktionschef greift Klage der Firmenleitung der Wacker-Chemie über langes Hinhalten beim Bahn-Ausbau auf und appelliert an Zeil: Höchste Eisenbahn!
„Wenn die Firmenleitung des weltweit tätigen Chemie-Riesen offen und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen beklagt, dass sie sich beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nicht länger hinhalten lassen will, so geht der Vorwurf der Untätigkeit ganz klar an die Adresse der Bayerischen Staatsregierung, denn sie trägt entscheidend Schuld dafür, dass der Ausbau der eingleisigen Bahnstrecke von München nach Mühldorf heute noch nicht weiter vorangekommen ist", stellt Rinderspacher fest.
„Das Versagen der Staatsregierung in der Verkehrspolitik führt zu Investitionshemmnissen, beeinträchtigt das Wirtschaftswachstum in Bayern und gefährdet den Ausbau von Arbeitsplätzen", erklärt Straubinger Abgeordnete Reinhold Perlak. Um die gute wirtschaftliche Entwicklung - auch in Ostbayern - nicht nachhaltig zu gefährden, müsse jetzt schnell etwas passieren.
Rinderspacher: „Es kann doch nicht wahr sein, dass es zum Ausbau des entscheidenden Nadelöhrs der bislang eingleisigen Bahnstrecke noch keine Finanzierungsvereinbarung gibt und die Zusage der Politik für die Fertigstellung im Moment auf 2015 lautet". Dem in der Staatsregierung hauptverantwortlichen Wirtschafts- und Verkehrsminister ruft Rinderspacher zu: „Hier ist Eile geboten, also sprichwörtlich höchste Eisenbahn!"
Perlak: "Ähnliches gilt für den Bahnhof Straubing: Auch hier ist es höchste Eisenbahn. Wenn die ersten Betriebe oder Institutionen wieder abwandern, weil die Bahnanbindungen und der Zustand des Bahnhofes immer schlechter werden, dann ist es zu spät!"
31.8.2010
Investitionen in Bundesschienenwege reichen nicht aus
Zunehmender Güterverkehr auf der Schiene führt bald zu Engpässen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt vor Engpässen auf deutschen Schienen. Wie das Statistische Bundesamt gestern mitteilte, wuchs der Eisenbahngüterverkehr im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,1 Prozent. „Bei aller Freude über die steigende Nachfrage im Eisenbahngüterverkehr: Sollte dieser Trend anhalten, gibt es spätestens nächstes Jahr Platzmangel auf Deutschlands Schienenwegen“, erläutert VDV-Präsident Jürgen Fenske. Zwar ist die transportierte Gütermenge noch nicht wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Wirtschaftskrise. Die momentanen Zuwachsraten lassen jedoch erahnen, dass dieses Niveau nicht nur bald wieder erreicht, sondern sogar übertroffen wird.
„In letzter Konsequenz kann dieses außerordentliche Wachstum dazu führen, dass vor Ort Engpässe entstehen, die es nötig machen sich zwischen Güterzug und Personenzug zu entscheiden: Wer darf zuerst fahren und wer muss warten“, sagt Fenske. Der VDV fordert daher die Bundesregierung auf, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zum Anlass zu nehmen, um schnellstens dringende Investitionen bei der Schieneninfrastruktur zu tätigen.
„Die von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Mittel für den Ausbau der Bundesschienenwege sind von ehemals fünf Milliarden Euro auf unter vier Milliarden gekürzt worden. Diese Kürzungen bedrohen nun wichtige Investitionsmaßnahmen zur Erhaltung und zum Ausbau der Leistungsfähigkeit der deutschen Schienenwege. Wer wie die Bundesregierung mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen“, so Fenske abschließend.
Pressemitteilung vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), übermittelt v. Johann Meindorfer)
25.08.2010
Spielhalle im Bahnhof Straubing endgültig vom Tisch
MdL Reinhold Perlak provoziert Machtwort von Bahnchef Grube
In einem aktuellen Schreiben bestätigt Wirtschaftsminister Martin Zeil dem Straubinger Abgeordneten Reinhold Perlak, dass "ein Freizeit- und Event-Center … jedoch aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Entscheidung des Vorsitzenden des Vorstands der DB AG, Dr. Rüdiger Grube, derzeit nicht weiterverfolgt werde".
Die DB Station & Service AG überlegt seit einiger Zeit, den Vermietungsbereich des Straubinger Bahnhofs zu modernisieren. Hierzu gab es erste Voranfragen bei möglichen Betreibern, Nach Aussagen der DB AG habe man sich jedoch bislang auf kein bestimmtes Konzept festgelegt. Ein Freizeit- und Event-Center sei dabei lediglich eine mögliche Option eines Interessenten gewesen.
Reinhold Perlak hofft nun, dass die DB Station & Service AG auch von ihren Plänen Abstand nimmt, einer Gastronomiekette gegenüber dem jetzigen Pächter Wolfgang Knorr den Vorzug zu geben und entsprechende Rahmenbedingungen für die Fortführung des langjährigen, erfolgreichen Kleinkunst-Konzeptes einräumt.
06.08.10
Wo bleibt Streckenbeschleunigung Plattling- München und Regensburg – München auf Tempo 160?
Soll das eine Frohbotschaft der MdLs Erwin Huber und Bernd Sibler sowie Deggendorfs Mandatsträger für Ostbayern sein, dass die Neufahrner Kurve bis 2016 befahrbar sein soll? Wo Wichtigeres im Argen liegt als ein zusätzlicher Anschluss an den Münchner Flughafen: fahrzeitbeschleunigende Ausbaumassnahmen auf den Strecken Regensburg – Landshut – Freising - München, Passau – Landshut – Freising - München und der Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn für eine angemessen höhere Reisegeschwindigkeit für alle, die in die Landeshauptstadt wollen, scheitern laut Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil an „ den aktuellen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Finanzierung“, das heisst man will seitens des Staates kein Geld dafür ausgeben. Obwohl davon neben der überwältigenden Mehrheit von Reisenden, die in München Ziele abseits des Flughafens ansteuern auch die Flugreisenden profitieren würden. Auch für einen Stundentakt am Wochenende und Halbstundentakt werktags auf der Gäubodenbahn als verbesserte regionale Erschliessung und Anbindung Straubings an die Bezirkshauptstadt Landshut und die Landeshauptstadt München über Neufahrn hat der Freistaat angeblich kein Geld. Für Auszubildende, Berufspendler, für alle Bevölkerungskreise wäre das aber nicht mehr und nicht weniger als die Erfüllung verkehrlicher Grundbedürfnisse. Sicherzustellen vom Freistaat. Wann kommt eine Frohbotschaft von MdL Erwin Huber und Wirtschaftsminister Martin Zeil, dass man deren Grundbedürfnisse erfüllt? Sie würde gerne wohlwollend kommentiert werden.
Johann Meindorfer
28.7.2010

Freuen sich über den neuen stellv. Sprecher: Jürgen Benzinger (PtH) (Mitte), v.l.: Irene Ilgmeier, Margot Hilmer, Johann Meindorfer, Reinhold Perlak MdL, Manuela Pollack und Werner Piechottka
„Wir werden uns nicht auf 2013/18 vertrösten lassen!“
BahnBI stellt Weichen für das kommende Halbjahr – Jürgen Benzinger als stellv. Sprecher gewählt
Nach dem Besuch des Bundestagsabgeordneten Florian Pronold am Straubinger Bahnhof (s. Bericht unten) tagte am vergangenen Mittwoch auch die Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“. Neben Informationen zu aktuellen Themen stand der Zuständigkeits-Wirrwarr zwischen Bahn AG, Bundes- und Staatsregierung auf dem Programm. Johann Meindorfer (VCD) konnte anschaulich die verschiedenen Bereiche mit den jeweiligen Ansprechpartnern vorstellen und mit Jürgen Benzinger (PtH) bekam die BI einen zusätzlichen Sprecher.
Reinhold Perlak, Sprecher der Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“, informierte die Anwesenden über den Ortstermin mit MdB Florian Pronold am Straubinger Bahnhof, der am Nachmittag stattgefunden hatte. Im Gespräch mit Betroffenen informierte sich dieser zur Situation in Straubing und den Problemen, die die einzelnen betroffenen Personengruppen in Straubing haben, wenn sie das Angebot der Bahn nutzen wollen. Schnell wurde deutlich, dass nicht nur Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte betroffen sind, sondern auch Senioren mit Einschränkungen oder gar Rollator, Mütter mit Kinderwagen oder Fahrgäste mit großem Gepäck. Als dann am Gleis 1, dem einzigen, dass die angesprochenen Personengruppen problemlos erreichen können, ein Nahverkehrszug einfuhr, zeigte sich, dass der Zug ohne aufwändige Hilfe nicht zu benutzen ist. Alle anderen Gleise können nur genutzt werden, wenn man sich 24 Stunden vorher anmeldet und die Malteser, die das Serviceangebot der Bahn ersetzen, einem helfen können. Diese Hilfe ist einmal ein Umweg um den Bahnsteig herum und dann die Benutzung einer fahrbaren Hebebühne. „Fallen Menschen mit Behinderung eh schon auf - und vielen ist das unangenehm- so ist die aufwändige Nutzung dieses Aufzugs ein erheblicher Grund, dass Menschen mit Einschränkung das Angebot der Bahn nicht nutzen“, stellt Reinhold Perlak abschließend fest.
Weiter informierte Reinhold Perlak die Mitglieder der BI über den aktuellen Stand der Dinge, vor allem in Sachen Bahngipfel im März, Machbarkeitsstudie und Spielhallenpläne der Bahn. Er stellte die Benachteiligung Straubings und der Region in Sachen Bahnangebot dar und forderte schnelle und klare Hilfen:„Wir werden uns nicht auf 2013/18 vertrösten lassen!“
„Letztendlich geht es immer ums Geld“
Der stellvertretender Sprecher Johann Meindorfer vom VCD stellte im Anschluss die verschlungenen Zuständigkeiten und Verflechtungen innerhalb der Bahn aber auch in Bezug auf die Bundes- bzw. Staatsregierung dar. „Je nachdem welches Ziel der BI man aufgreift, muss man wissen wer zuständig und wer Ansprechpartner ist“, so Meindorfer. Gehe es um den Nahverkehr, so sei es ausschließlich die Staatsregierung und der Landtag, die bei den Verkehrsbetrieben die Leistungen bestellen – und bezahlen müssten. Ginge es um den Fernverkehr, so ist es die Deutsche Bahn AG, die eigenverantwortlich – und gewinnorientiert agiere. „Will man hier Verbesserungen, so muss man beim Bund einhaken, damit die nötigen Zuschüsse für mehr Leistungen bezahlt werden“, stellte Meindorfer klar. Wolle man in Sachen Bahnhof und Service Verbesserungen durchsetzen, werde es schwierig, weil dann, neben den Parlamenten, auch noch verschiedenen Bahntochtergesellschaften betroffen seien. Meindorfer: „Letztendlich geht es immer ums Geld und den politischen Willen, es für bestimmte Verbesserungen auszugeben. Hier jedoch liegen die politischen Ziele eher bei medienwirksamen Neubaustrecken mit Rekordgeschwindigkeiten als bei Sanierungen bestehender Anlagen und dem Ausbau der ländlichen Strukturen“.
In der anschließenden Diskussion ging es um die Aufgabe der BI, in den kommenden Wochen ihre Forderungen dahingehend zu ergänzen und einzuordnen, dass sie an die richtigen Ansprechpartner gerichtet werden können. Weiterhin wurde intensiv diskutiert, wie die BI auf eine breitete Basis gestellt werden könne, denn neben den betroffenen Bürgern sind auch die Wirtschaft, das Wissenschaftszentrum und die Schulen betroffen – hier gelte es, so Reinhold Perlak, Verbündete zu suchen. „Das Bahnangebot ist ein Standortfaktor für das Oberzentrum Straubing – leider ein absolut negativ zu bewertender.“
Behindertengerechter Ausbau nur ein Teil des Ganzen
Schließlich wurde Jürgen Benzinger, Vorsitzender des Vereins „Power trotz Handicap“ einstimmig zu einem weiteren Sprecher der BI gewählt. Reinhold Perlak und die anderen Mitglieder zeigten sich erfreut über die aktive Einbindung von PtH. „Leider ist es noch nicht möglich alle parallellaufenden Initiativen mit einzubeziehen – geschweige denn, den überparteilichen Schulterschluss zu erreichen“, bedauerte Reinhold Perlak.
Margot Hilmer, Vorsitzende der Interessensgemeinschaft der Menschen mit Behinderung wollte sich zwar nicht für ein Mitwirken in der BI gewinnen lassen, stellte aber klar, dass sie dafür kämpfe, dass die betroffenen Gruppen und die Politiker aller Fraktionen sich an einen Tisch setzen, um sich gemeinsam für die Umsetzung der Forderungen für eine Verbesserung in Straubing einzusetzen. Für sie gehe es ausschließlich um den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs und der Anpassung der Züge an die Bedürfnisse Behinderter. Die Forderungen der BI, erklärte Johann Meindorfer, reichten jedoch weiter. „Neben den Verdichtungen der Taktfrequenzen im Nahverkehr, dem Aufbau eines ÖPNV-Netzes in der Region und den Verbesserungen im Fernverkehr ist der behindertengerechte Ausbau – auch der Nebenstrecken-Bahnhöfe - nur ein Teil des Ganzen“.
28.7.10

21.6.2010
21.6.2010
Markus Rinderspacher (2.v.r.) mit Vertretern der Bahn BI "Bahn einfach menschlicher" im Saal der Bahnhofsgaststätte in Straubing: (v.l. Reinhold Perlak MdL, Fritz Keller, Michaela Pollak Hans Wagner und Irene Ilgmeier)
Bis heute unbeantwortet:
Fragen zum Bahngipfel am 8. März
Sehr geehrter Herr MdB Hinsken,sehr geehrte Damen und Herren,
nach Absprache und in Koordination mit den Mitgliedern der BI übersende wir Ihnen nachfolgenden Fragekatalog, auf den die BI beim "Bahngipfel" Antworten für erforderlich hält
1.Was wird für einen besseren Fernverkehrsanschluss für Straubing ohne Umsteigen unternommen, was wären dafür für Infrastrukturmaßnahmen erforderlich?
2.Ein vom Bundesrat bereits im Jahre 2008 beschlossener Gesetzentwurf sieht ein Mindestangebot von 6 Zügen pro Tag für alle Oberzentren vor. Warum wurde dieser Gesetzentwurf bisher vom Bund noch nicht einmal aufgegriffen geschweige denn umgesetzt?
3.Nach Angaben der DB AG ist sogar eine massive Unterfinanzierung des Bedarfsplans - auch für schon beschlossene Ausbauprojekte - zu verzeichnen, was unternehmen die MdBs eines betroffenen Gebietes dagegen?
4.Wie erklärt sich Ablehnung des Antrags der SPD-Landtagsfraktion im Sommer letzen Jahres durch die CSU/FDP-Mehrheit, bei dem die Staatsregierung aufgefordert wurde, sich für die Aufnahme der Strecke Nürnberg-Regensburg- Straubing – Passau in den vordringlichen Bedarf einzusetzen?
a.Sowohl im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten als auch im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzen sowie im federführenden Wirtschaftsausschuss hat die CSU/FDP-Mehrheit diesen Antrag abgelehnt und somit die Finanzierung des Ausbaus um weitere Jahre hinausgeschoben.
5.Wie versucht die DB AG die Bahn in Ostbayern als umweltfreundlichen und sicheren Verkehrsträger für die Kunden attraktiver zu machen und damit die Fahrgastzahlen zu steigern?
6.Welche Marketingstrategien werden aktuell und in Zukunft umgesetzt?
7.Um die Vernetzung der Angebote und die Attraktivität der Bahn und des ÖPNV's zu verbessern ist eine Durchgängigkeit der Verkehrsverbünde unumgänglich – welche Anstrengungen werden hierfür auf kommunaler und regionaler Ebene unternommen?
8.Was ist an Voraussetzungen seitens der Stadt zu erfüllen, damit in Straubing das Park&Ride-Angebot verbessert wird, welchen Beitrag leistet die Bahn? Eine deutliche Erhöhung der Attraktivität des Angebotes und damit der Fahrgastzahlen wäre die Folge.
9.Seit Jahren kämpfen die Straubinger Interessensgruppen für Behinderte um eine Verbesserung der Situation – warum ist seit Jahren nichts für sie getan worden? Ja, der Ein- und Ausstiegsservice soll sogar reduziert werden, z.T. müssen Behinderte schon heute ihre Reise 48 Stunden vorher anmelden, wenn sie Hilfe brauchen und können auch dann nicht sicher sein, sie zu bekommen.
10.Wegen der erwiesenen Zahlen der aktuellen Behindertenstatistik in Straubing ist ein Service für spontan und umfassend nutzbare Querungs- und Einstiegshilfe für behinderte Mitbürger, Mütter mit Kinderwagen und Senioren mit Gehhilfen dringend erforderlich, damit sie nicht mehr z.B. durch unüberwindbaren Treppen gehindert werden, den Service der Bahn uneingeschränkt zu nutzen.
a.Wann und wie wird in Straubing dieser dringend notwendige Service durch zeitlich ausreichend vorhandenes und universell versiertes Servicepersonal sicher gestellt, das auch andere Serviceleistungen erfüllen kann?
b.Inwiefern gilt das für die Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau ebenso wie für die Zubringerstrecken, damit auch hier die angesprochenen Personenkreise flexibel und ohne lange Vorplanung unterwegs sein können?
11.Wie weit sind die Verhandlungen zwischen der Bahn und den Sozialverbänden gediehen, den Mobilitätsservice in Straubing wenigstens auf dem derzeitigen Niveau zu erhalten, wie es vor 6 Wochen in der Presse angekündigt wurde? Wird der neue "Servicedienstleister" seine Arbeit zum Jahreswechsel aufnehmen können?
12.Warum werden selbst "kleine Verbesserungen", wie etwa die Zugänglichkeit der Automaten und Schalter für Rollstuhlfahrer oder die Absenkung der Anzeigetafeln/Fahrplanaushänge nicht realisiert, um Menschen mit Handicap die Benutzung zu erleichtern? Dazu gehören auch die Ausstattung der Fahrkartenschalter mit Induktionsanlagen (für Hörgeschädigte) oder behindertengerechte Toiletten.
13.Warum werden die Öffnungszeiten der Fahrkartenschalter nicht erweitert, indem universell versiertes Bahnpersonal sowohl für Fahrkartenverkauf als auch für den Mobilitätsservice flexibel eingesetzt wird? Verhindert die Aufspaltung der DB AG in verschiedene Unternehmensbereiche hier einen sinnvollen und wirtschaftlichen Personaleinsatz, der mit vertretbarem personellem Einsatz verschiedene Aufgaben erledigen kann und darüber hinaus zu einer Stärkung des Sicherheitsgefühls für Reisende beitragen könnte?
14.Wie weit ist das Planfeststellungsverfahren zum Lärmschutz an der Bahnstrecke in Straubing vorangekommen? Laut Herrn Josel (DB) wurden die Planungen zu Lärmschutzmaßnahmen der Stadt Straubing im Januar vorgestellt.
a.Wie sehen diese Maßnahmen konkret aus?
b.Wann ist mit deren Realisierung zu rechnen?
15.Wann wird die im September 2009 versprochene Kurzparkzone am Straubinger Bahnhof realisiert?
16.Welche Zuschüsse bekommt der Zweckverband Industriegebiet (ZVI) für sein kombiniertes Verkehrkonzept Straße-Schiene- Wasserstraße?
17.Wie sieht die Zukunft der Gäubodenbahn aus??
18.Um für die Gäubodenbahn den Stundentakt am WE und ½-Stundentakt an Werktagen realisieren zu können, muss die die Anzahl der ungesicherten Übergänge deutlich reduziert werden. Weiterhin ist es nötig die Gäubodenbahn in einen innovativen und leistungsfähigen Verkehrsverbund einzugliedern. Welche Schritte werden zur Verbesserung der Situation unternommen, inwiefern ist die Bahn bereit, bisher ungesicherte aber aus Sicht der Gemeinden erforderliche (Strassen-)übergänge mit Schranken zu sichern?
19.Im Politikbrief des Flughafen München vom Februar 2010 wird auf S. 4 dargestellt, dass ein Zielkonzept zur Anbindung des Flughafens an den Schienenverkehr erstellt worden ist, nachdem sich die Fahrzeit Regensburg – Flughafen von 98 auf 67 Minuten reduziert.
a.Wie verbessert sich die Anbindung Straubings an den Flughafen? Über Neufahrn? Über Regensburg
b.Wann ist mit ein Realisierung dieses Zielkonzeptes zu rechnen?
Für die Klärung dieser Fragen sowie ein Protokoll über die Antworten dazu wären wir dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
gezeichnet
Reinhold Perlak, MdL Beate Schaffelhuber Johann Meindorfer
Sprecher stellv. Sprecherin stellv.Sprecher
3.3.2010/1.10.2010
Die Vorstandschaft der Bürgerinitiative mit den Vertretern der angeschlossenen Inter-
essensgruppen: v.l. Johann Meindorfer, Irene Ilgmeier, Michaela Pollak, Fritz Keller,
Ilse Eigner, Ingo Lohse,Jürgen Benzinger Beate Schaffelhuber, Ralph Zimmerhansl,
Catherine Reichel und MdL Reinhold Perlak.
Auf der Strecke Regensburg-München sieht es auch nicht besser aus...
Wenn Jugendliche mit ihrer behinderten Mitschülerin nach von Neufahrn nach München ins Schülerparlament fahren wollen, dann erleben sie den Alltag von Behinderten hautnah mit - und sind erschüttert. (21.12.09)

Die auf der Strecke eingesetzten ALEX-Züge sind alles andere als behindertengerecht.
Lesen Sie die Stellungnahme der Schüler und Ihres Lehrers hier: pdf
Susanne Knorr, Wirtin der Bahnhofsgaststätte (li) übergibt den Vertretern der BI „Bahn - einfach menschlicher“ weitere Unterschriftenlisten. (v.r.) Michaela Pollack (Sprecherrat), Katherine Weinert (Kassiererin) und Reinhold Perlak, MdL.
