| 24.10.2009 Gründung der Bürgerinitiative „EINFACH MENSCHLICHER – DIE BAHN MIT ZUKUNFT“
Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak gründeten am 23. Oktober 2009 in der Straubinger Bahnhofsgaststätte 39 eingetragene Gründungsmitglieder die neue Bürgerinitiative "EINFACH MENSCHLICHER - DIE BAHN MIT ZUKUNFT". Neben organisatorischen Regularien stand die Vorstellung erster Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten auf dem Programm.
Reinhold Perlak umschrieb die Ziele der neuzugründenden Bürgerinitiative kurz mit der Erklärung: Es gilt die 'Bahn mit Zukunft' zu gestalten und umzusetzen: Die Bahn muss für alle Kunden benutzerfreundlicher, bequemer und vernetzter werden." Dabei ziele die Initiative vor allem auf die Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau-Wien so wie deren Abzweige, wie etwa die Gäubodenbahn im Raum Straubing-Bogen , so Perlak weiter und er habe entsprechende Hinweise, dass sich die Nachbarregionen an dieser Strecke mit eigenen Initiativen anschließen wollen.
Sein Aufruf an die Gründungsversammlung: "Bringen Sie sich und Ihre Ideen ein und helfen Sie mit, dass die 'Bahn mit Zukunft' in Niederbayern EINFACH MENSCHLICHER wird!"
Wenn wir zusammenhalten können wir auch etwas bewegen Die neugewählte Vorstandschaft der Bürgerinitiative "EINFACH MENSCHLICHER - DIE BAHN MIT ZUKUNFT" hat sich sehr breit aufgestellt. Neben dem Initiator und gewähltem Sprecher, dem Straubinger Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak, haben sich 15 Personen aus der Region und den eingeladenen Initiativen zur Mitarbeit bereit erklärt. Als stellvertretende Sprecher wurden aus dem Gremium Beate Schaffelhuber (Pressesprecherin der Initiative Power trotz Handicap (PtH)) und Johann Meindorfer (Verkehrsclub Deutschland - Ostbayern (VCD)) gewählt. Den organisatorischen Bereich des Vorstandes decken als Kassiererin Catherine Weinert, Irene Ilgmeier als Schriftführerin und Rainer Pasta als Öffentlichkeitsbeauftragter ab.
Bei der inhaltlichen Diskussion wurden mehrere Tätigkeitsfelder aufgegriffen. Neben dem barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe an Haupt- und Nebenstrecke wurde die erhöhte Taktfrequenz und der verbesserte Anschluss an Fernzüge für die Metropolen München(mit Flughafen), Nürnberg und Wien gefordert. Doch auch die Verbesserung der Serviceleistungen - auf den Punkt gebracht mit dem Schlagwort 'Menschen statt Automaten' -, die Erstellung von P&R-Angeboten und ein verbesserter Lärmschutz für Anlieger kamen auf den Forderungskatalog. Dass bei all diesen Verbesserungswünschen das derzeitige Bahnangebot von möglichst vielen Menschen genutzt werden soll, war ebenfalls ein Anliegen der Versammlung, denn alle waren sich einig: "Wenn die Fahrgastzahlen nicht stimmen, wird auch nichts investiert!"
Die Gründungsversammlung betonte, dass es nötig sei, aus vielen einzelnen Initiativen eine schlagkräftige Bürgerinitiative, die mit einer Stimme spricht zu bilden, denn nur so können sich die Bahnkunden bei der Staatsregierung, dem Bund und den Bahnverantwortlichen Gehör verschaffen. Deshalb wird es die erste Aufgabe der Gründungsmitglieder sein, über Unterschriftenlisten eine Vielzahl von Befürwortern zu finden, die sich den zielen der BI anschließen. In einem weiteren Schritt soll eine Satzung und ein erstes Handlungskonzept erarbeitet werden. Hierzu trifft sich die erweiterte Vorstandschaft in den kommenden Wochen.
26.10.2009 Besserer Bahnverkehr in Ostbayern gefordert Neu gegründete Bürgerinitiative unterstützt Antrag des Verkehrsclubs Deutschland – Schriftliche Anfrage durch MdL Reinhold Perlak
Mit einer detaillierten Forderungsliste wendet sich Johann Meindorfer für den Arbeitskreis Ostbayern des Verkehrsclubs Deutschland an Wirtschaftsminister Martin Zeil. Mit einer entsprechenden Schriftlichen Anfrage bezieht sich MdL Reinhold Perlak auf die Ziele der neu gegründete Bürgerinitiative und unterstützt die Positionen Meindorfers. Eine Antwort des Wirtschaftsministers wird binnen 4 Wochen erwartet. Johann Meindorfer und die BI „EINFACH MENSCHLICHER – die Bahn mit Zukunft“ erkennt einen erheblichen Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr im Bereich Ostbayern.
Zur Sicherstellung hinreichender Pünktlichkeit, von Umsteigeverbindungen, zur Vermeidung von Verspätungen und Erhöhung der Streckenkapazität auch im Hinblick auf die Trassenkonkurrenz mit dem auszubauenden Güterverkehr ist auf den KBS 880, 930 und 931 ein kapazitäts- und geschwindigkeitserhöhender Ausbau, mit Verkürzung der Blockabstände und Modernisierung der Signaltechnik sowie Ertüchtigung für Tempo 160 bei Reisezügen zur Ausschöpfung der Geschwindigkeitspotentiale der eingesetzten Fahrzeuge und zur angemessenen Erhöhung der Reisegeschwindigkeit erforderlich. Johann Meindorfer fordert den Freistaat Bayern auf, sich auf Bundesebene sowie bei der DB AG dafür einzusetzen, dass diesen Erfordernissen auch durch Aufnahme in die entsprechende Ausbaupläne als vordringlicher Bedarf und durch Zurverfügungstellung ausreichender Finanzmittel zeitnah Rechnung getragen wird.
Laut Meindorfer besteht auch die Notwendigkeit des barrierefreien Ausbaus der an der Strecke liegenden Bahnhöfe, wobei der Bahnhof Straubing mit seinem doch erheblichen Reisendenaufkommen in der Prioriät gegenüber den jetzigen Planungen eindeutig höher gestuft und umgehend barrierefrei mit ausreichenden Bahnsteiglängen für ICE-Halte aufgebaut werden muss. Der VCD fordert deshalb, der Freistaat möge sich auf Bundesebene sowie bei der DB AG dafür einsetzen, dass diesen Erfordernissen auch durch Zurverfügungstellung ausreichender Finanzmittel zeitnah Rechnung getragen wird und möge die in eigener Zuständigkeit hierfür nötigen Massnahmen ergreifen.
Das Oberzentrum Straubing mit seinem Umland hat, so Meindorfer, trotz erheblichen Reisendenpotentials nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke Nürnberg – Ingolstadt – München und der Einführung des ICE-Taktverkehres Frankfurt - Nürnberg – Wien mit Streichung der IC-Halte in Straubing und nach Streichung des letzten Nachtzughaltes keine adäquate Fernverkehrsanbindung mehr. Auch andere Oberzentren – in Niederbayern etwa Landshut nach Abschaffung der Interregio-Verbindungen - sind nach verschiedenen Einschnitten der DB AG ohne Fernverkehrshalte. Das führt neben einer regional- wie verkehrspolitischen inaktzepablen Bahnerschliessung durch den eigenwirtschaftlich betriebenen Fernverkehr der DB AG auch dazu, dass die Bundesländer, hier der Freistaat ersatzweise mit der Bestellung von Regionalverkehren finanziell belastet werden, wenn ein „einigermassen schnelles“ Ersatzangebot geschaffen werden soll, so wie zwischen München, Regensburg und Hof.
Meindofer fordert den Freistaat auf, er möge sich daher auch im eigenen finanziellen Interesse auf Bundesebene, ggf. durch Einflussnahme über den Bundesrat, dafür einsetzen, dass der Bund Vorgaben an die bundeseigene DB AG für eine bundesweite Grunderschliessung aller Oberzentren und sonstigen touristischen / verkehrlichen Aufkommensschwerpunkte im eigenwirtschaftlich von der DB AG zu betreibenden Fernverkehr macht, ggf. unter angemessener Bezuschussung durch öffentliche Mittel in Relationen, wo betriebswirtschaftliche Rentabilität auch bei „guter Betriebsführung“ nicht eigenwirtschaftlich von der DB AG erwartet werden kann. Nötigenfalls sind Teile des Fernverkehrs-Grundangebotes nach dem Besteller-Prinzip durch den Bund zu finanzieren. Dadurch ergäbe sich die Freisetzung von Regionalisierungsmitteln bei den Bundesländern, die diese dann für wirkliche Regional-/Nahverkehrs-Verbessungsmassnahmen verwenden können und nicht für die Finanzierung von „Fernverkehrs-Ersatzverkehren“ mittels Regionalschnellverkehr aufwenden müssen. D.h. der Bund muss über die DB AG soviel Fernverkehr zur Verfügung stellen, dass sich die Länder mit den ihnen zugewiesenen Regionalisierungsmitteln auf ihre Aufgabenträgerschaft im Nahverkehr konzentrieren und diesen weiter optimal ausbauen können.
Mindestens bis eine zweistündliche Bedienung im Fernverkehr für das Oberzentrum Straubing sichergestellt ist, soll dem Bedürfnis nach einer fahrzeitgünstigen Direktverbindung nach Nürnberg / Würzburg durch einen mehrmals täglich durchgehenden Regionalschnellverkehr mit einer Führung (Linz –) Passau – Plattling – Straubing – Regensburg – Neumarkt – Nürnberg (– Würzburg ) Rechnung getragen werden, so Meindorfer weiter. Seine Forderung: „Der Freistaat möge hierfür ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stellen und die Bestellung der zusätzlichen Zugkilometer für die erforderliche Taktverdichtung ab dem Fahrplanwechsel 2010 vornehmen“.
Damit die Stadt Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen eine vernünftige Anbindung an die Bezirkshauptstadt Landshut und die Landeshauptstadt München erfahren, ist laut VCD, ein Ausbau und eine Aufwertung der Gäubodenbahn-Gesamtstrecke Bogen – Straubing – Neufahrn notwendig, durch Beseitigung von noch bestehenden Langsamfahrstellen, Beschleunigung der Ausfahrt aus den Bahnhöfen, Verkürzung des betriebsbedingten Aufenthalts in Radldorf, Erneuerung und zusätzliche Sicherung der Bahnübergänge, in Einzelfällen auch deren Auflassung und Aufarbeitung des gesamten Sanierungsbedarfes. Darüberhinaus ist eine zeitgemässe kundenfreundliche und barrierefrei Ausstattung der an der Strecke liegenden Haltepunkte sowie des wichtigen Umsteigebahnhofs Neufahrn/Ndb erforderlich zur Abdeckung weiterer Reisendenpotentiale und Gewinnung neuer Bahnkunden sowie zur Sicherung einer ausreichenden ÖPNV-Mobilität für die Bewohner des Labertals ein ganztägiger Stundentakt auch an Wochenenden und Feiertagen sowie zu den werktäglichen Hauptverkehrszeiten ein Halbstundentakt. Daraus resultiert die Forderung, der Freistaat möge hierfür ausreichende Finanzmittel zur Verfügung stellen und die Bestellung der zusätzlichen Zugkilometer für die erforderliche Taktverdichtung ab dem Fahrplanwechsel 2010 vornehmen.
3.11.2009 MdL Reinhold Perlak unterstützt Interessengemeinschaft für Menschen mit Behinderungen
Leserbrief zum Pressebericht ‚Barrierefreier Bahnhof als Ziel’ am 03.11.09 im SR-Tagblatt
Mit einigem Unverständnis haben wir die Äußerungen der Vorsitzenden der Interessengemeinschaft für Menschen mit Behinderungen, Margot Hilmer, in dem Bericht ‚Barrierefreier Bahnhof als Ziel’ gelesen.
Wie Frau Hilmer und ihre Gemeinschaft kämpfen eine ganze Reihe von Gruppen (Behindertenbeirat, VCD, Power trotz Handicap und andere) wie MdL Reinhold Perlak seit langer Zeit gegen die ständigen Verschlechterungen am Straubinger Bahnhof und im Zugverkehr in Niederbayern.
Nicht zuletzt war dies der Grund, aus dem MdL Perlak bereits im Frühjahr angekündigt hat, eine Bürgerinitiative Bahn gründen zu wollen. Hier sollen die einzelnen Bemühungen der verschiedenen Gruppen gebündelt werden, denn ‚Einigkeit macht stark’.
Wie alle anderen relevanten Gruppen und Initiativen waren auch die Interessengemeinschaft für Menschen mit Behinderungen und ihre Vorsitzende Margot Hilmer zur Gründungsveranstaltung rechtzeitig eingeladen worden. Unverständlich ist, dass Frau Hilmer nun mangelnden Kontakt im Vorfeld beklagt, denn Kontakte oder Absprachen haben im Vorfeld überhaupt nicht stattgefunden. Notwendige Abstimmungen sollten im Verlauf der Gründungsveranstaltung stattfinden. Dies wurde auch allgemein so wahrgenommen und war in der Tat wesentlicher Inhalt des Abends.
Die stellvertretende Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Menschen mit Behinderung nahm an der Gründungsveranstaltung teil und erklärte sich als Gründungsmitglied, aber als Privatperson, auch zur Mitarbeit bereit. Bereits an diesem Abend wurde der Termin 21.11. bekannt gegeben und MdL Reinhold Perlak hat spontan seine Unterstützung zugesagt.
Die Bürgerinitiative ‚Bahn einfach menschlicher’ bedauert die mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit der Interessensgemeinschaft für Menschen mit Behinderung und hofft, dass es doch noch zu einer Beteiligung kommen wird. Denn Fakt ist, gegenüber der Bahn und der Staatsregierung kann nur eine starke Gruppierung, wie die neu gegründete Bürgerinitiative, etwas ausrichten.
Irene Ilgmeier Schriftführerin der BI ‚Bahn einfach menschlicher’
3.11.2009
Defizite am Bahnhof Parsberg Barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe entlang der Strecke Nürnberg–Regensburg–Straubing–Passau gefordert
Nicht nur in Straubing macht sich Unmut über die Vernachlässigung der Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg–Straubing–Passau breit. Ziele der BI werden auch in den Nachbarregionen verfolgt.
Lesen Sie dazu: PDF
Überparteiliches Bündnis zeichnet sich ab Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“ konstituiert sich
Zur konstituierenden Sitzung der Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“ trafen sich Vorstand und Sprecherrat am vergangenen Freitag in der Straubinger Bahnhofsgasstätte. Eine stetig wachsende Unterstützerzahl und erste Initiativen sprechen für einen guten Start der Bürgerinitiative und durch die Unterstützung viele Mandatsträger auf regionale und überregionaler Basis zeichnet sich ein parteiübergreifendes Bündnis ab, dass sich auf der Strecke Nürnberg – Regensburg- Straubing- Passau –Wien für „Die Bahn mit Zukunft: benutzerfreundlich – bequem – vernetzt“ stark macht.
Die ländlichen Regionen sowie die kleineren Ober- und Mittelzentren dürfen nicht Verlierer des Wettbewerbs werden Das Netzwerk der Bürgerinitiative "Bahn-einfach menschlicher" greift immer weiter. Selbst aus Berlin und Brüssel bekommt die BI Unterstützung. Die Grunderschliessung aller Oberzentren und der Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr in Ostbayern ist ein Anliegen der BI. Doch vor allem der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe im Umfeld der Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau liegt ihr am Herzen.
Zukunftsweisende Qualitätsverbesserungen für mehr Kundenservice in Bayern…
zu dieser Informationsveranstaltung der Bundesbahn wurden am 19.11.09 Vertreter der Politik, der öffentlichen Personentransportunternehmen und Vertreter der Interessengemeinschaften über die Neuerungen eingeladen. Auch die BI „Bahn-einfach menschlicher“ war durch die stellvertretende Sprecherin Beate Schaffelhuber vertreten. Hier ihr Bericht:
Bei der Veranstaltung wurde das neue international Transport Controll System (ITCS) für Bayern vorgestellt. Mit diesem neuen rechnergestützen Betriebsleitsystem (RBL) möchten die zum DB Stadtverkehr gehörenden Busgesellschaften Omnibusverkehr Franken, Regionalbus Ostbayern, Regionalverkehr Oberbayern und Regionalverkehr Allgäu Verbesserungen für den Kunden Qualitätsverbesserungen anbieten. Dabei soll mit dem Einsatz neuer Technologien die Kommunikation zwischen Bus und Bahn eine optimierte Fahrgastinformation ermöglicht werden. Bis Ende 2010 werden in Bedienungsgebieten der teilnehmenden Regionalbusgesellschaften mehr als 3000 Fahrzeuge erstmalig mit den flächendeckenden RBL ausgestattet sein. Dies betrifft aktuell 63 Landkreise, 22 kreisfreie Städte sowie Busverkehre im Grenzbereich zu Österreich und Tschechien.
Konkret heißt dies für den Fahrgast, schnell und aktuell informiert werden zu können, da mittels Internet und Mobilfunk der Busfahrer mit Bordrechner zur Zentrale (Server in Nürnberg) verbunden, aktuelle Daten (z. B. Verspätungen) übermittelt und ausgetauscht werden. Über ein internetfähiges Handy mit Kamera wird es demnächst möglich sein, Informationen von der Haltestelle aus, über den Bus oder Anschlussverbindungen zu erhalten. Dazu muss der Code der Haltestelle fotografiert werden, die Datenübermittlung folgt auf den Handydisplay.
Im Transportmittel selbst wird eine dynamische Fahrgastinformationstafeln angebracht, inkl. elektroakustischer Ansage für automatisierte Haltestellen. Dies setzt jedoch voraus, dass alle Fahrgäste auch die finanziellen Mittel und das dafür technische Verständnis des Internetfähigen Handys aufbringen müssen um diesen Service in Anspruch nehmen zu können. Für die ältere Generationen kann dies nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden. Bei einer Besichtigung des neu ausgestatteten Busses konnte die Gerätschaft vorab besichtigt werden.
Auffallend für mich war dabei, dass nur ein Platz für „Rollstuhlfahrer“ ausgewiesen war, auf dem sich im Bedarfsfall Rollstuhlfahrer mit Eltern mit Kinderwägen oder älteren Menschen mit Rollatoren einigen müssten. Es wird wohl im Ermessen des Busfahrers liegen, ob und wie viele dieser Fahrgäste er mitnehmen wird. Während der Veranstaltung wurde auf den demographische Entwicklung der Bevölkerung eingegangen. Die Bahn rechnet die nächsten Jahre mit einem 20 % igen Rückgang der Schüler-Fahrgäste, was sich an Hand der Einwohnerzahlen heute schon klar belegen lässt. Anderseits wird es zunehmend mehr ältere Menschen geben, die auf den öffentlichen Personenverkehr angewiesen sein werden. Auf die Bedürfnisse dieser Menschengruppe sollte vorrangig Folge geleistet werden. Ist es doch die Generation, die durch ihre Arbeitsleistung uns den heutigen Lebensstandart ermöglicht hat.
Jeder Bürger, der seine eigene Umgebung betrachtet, wird merken, wie viele Menschen heute mit Hilfsmitteln unterwegs sind. An einer Haltestelle wird es immer öfter Fahrgäste aus den oben beschriebenen drei Gruppen geben. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser eine Platz im Bus noch frei ist, wird zum Glücksfall.
Die technische Entwicklung ist sehr wichtig und hat der Menschheit schon großen Nutzen gebracht, ihre Weiterentwicklung will sicher niemand aufhalten. Jedoch sollte es immer vorrangig Voraussetzungen geben, welche die Bedürfnisse der menschlichen Lebensentwicklung Folge tragen. Damit sind u. a. barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen, treppenlose Zusteigemöglichkeiten in das öffentliche Transportmittel usw. gemeint. Eigentlich ist jeder Fahrgast schon mit seinem teilweise schweren Reisegepäck gehandicapt.
Im Transport von Gütern gibt es immer schon Barrierefreiheit - beim den Transport von Menschen ist es heute noch keine Selbstverständlichkeit.
Bericht Beate Schaffelhuber www.schaffelhuber.org
Mit einer Stimme sprechen
Leserbrief zu den Artikeln „Benutzerfreundlich, bequem, vernetzt - MdL Reinhold Perlak gründet Bürgerinitiative für eine menschlichere Bahn" in der Ausgabe vom 26. Oktober und „Barrierefreier Bahnhof als Ziel" in der Ausgabe vom 3. November: Am 23, Oktober wurde in der Bahnhofsgaststätte auf Initiative unseres Alt-Oberbürgermeisters und jetzigen Mitglieds des Landtags, Reinhold Perlak, die Bürgerinitiative "Bahn einfach menschlicher" ins Leben gerufen. Gemeinsam mit sechs weiteren Mitgliedern von Power trotz Handicap e.V. (PtH) war es für mich eine große Freude zu erleben, wie mit viel Schwung der erste Schritt zu einer schlagkräftigen Bewegung für eine barrierefreie und handicap- wie auch servicefreundliche Bahn in unserer Region gemacht werden konnte. Der Straubinger Stadtrat hat mit seiner am 27. Juli einstimmig verabschiedeten Resolution für einen barrierefreien Bahnhof bereits deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man diverse Benachteiligungen der Region durch die Deutsche Bahn AG nicht länger klaglos hinnehmen werde. Jetzt besteht die Gelegenheit für die Stadträte, den Worten Taten folgen zu lassen.
Michaela Pollak, Straubing (8.11.09)
Jetzt liegt es an uns Bürgern, ob zumindest mittelfristig ein für Straubing als Oberzentrum und präsumtiver Hochschulstandort angemessener Bahnhof durchgesetzt werden kann. Nur wenn wir mit einer Stimme sprechen, können wir die Chefetage der Deutschen Bahn AG beeindrucken. Ich hoffe sehr darauf, dass auch auf parteipolitischer Ebene ein breiter Konsens in der leidigen Sache besteht. Nicht nur der MdL-Kollegc Josef Zellmeier (CSU), sondern auch der gesamte Stadtrat müssen dazu ermuntert werden, in der Bürgerinitiative „Bahn einfach menschlicher" mitzuwirken. Der VCD informiert:
Ab Fahrplanwechsel mehr Bahn für Pendler, Schüler, Studenten und Fernreisende
Besserer Anschluss von Straubing aus an ICE 22 nach Frankfurt und nach Straubing von ICE 27 aus Dortmund Zusätzliche Züge bieten Montag bis Freitag Regensburg - Straubing von 15 bis 18 Uhr im Halbstundentakt
Abschlägig wurde die vom VCD wiederholt vorgetragene Forderung nach zusätzlichen Fernverkehrshalten beschieden. Der Verkehrsclub hatte im Hinblick auf die zu geringe Bahnsteiglänge für ICE-Langzüge in Straubing zumindest den Halt derjenigen ICE vorgeschlagen, die als Halbzüge verkehren und eine Zeitreserve für einen Halt in Straubing in der Verkürzung des derzeit siebenminütigen Aufenthaltszeit in Passau gesehen. Die DB Fernverkehr AG antwortete jedoch, an brauche dort diese Zeit, um eine zweite ICE-Einheit ab- bzw. ankoppeln zu können und dadurch die Sitzplatzkapazität auf die unterschiedlich hohe Reisendennachfrage im Fahrtverlauf anzupassen. Für den weiteren VCD-Vorschlag, die Fernverkehrsanbindung Verdichtung durch 2 oder 3 tagsüber zwischen den Fahrlagen der ICE-Züge verkehrende IC-Züge zu verdichten sieht die DB „kein ausreichendes Nachfragepotential für einen eigenwirtschaftlichen Verkehr“. Für Johann Meindorfer vom VCD muss neben der weiterhin massiven Forderung nach einer besseren Fernverkehrsanbindung des Oberzentrum Straubing an DB AG und Bundesregierung durch die regionale Politik diese auch vor Ort zu einer Steigerung der Nachfrage und der Fahrgastzahlen beitragen. Dies beginne bei einer verdichteten Stadtentwicklung mit Ausrichtung auf publikumsintensive Einkaufsstätten und Dienstleister im Bahnhofsumfeld statt in der nicht von Bahn und ÖPNV erschlossenen Peripherie und gehe bis zur vorrangigen Durchführung von Dienstreisen und Betriebsausflügen per Bahn. So sollten Exkursionen, Bildungsreisen, Ausflüge, von Behörden, VHS, Pfarreien, Vereinen und Verbänden gezielt mit Regelzügen der Bahn organisiert werden, um zu einem noch besseren Bahnangebot für alle BürgerInnen von Stadt und Landkreis beizutragen. „Natürlich hängt die Inanspruchnahme der Bahn von einem attraktiven Angebot ab, für das wir uns seit langem und mit einigen kleineren Erfolgen einsetzen, aber umge-kehrt hängt dieses Angebot genauso vom Zuspruch der Bürger als tatsächliche Bahnnutzer ab,“ gibt Meindorfer zu bedenken. (01.12.2009)
Ab dem Fahrplanwechsel zum 14. Dezember gibt es mehr Bahnverbindungen zwischen Regensburg und Straubing, die auch die Anschlusssituation an zwei ICE-Züge deutlich verbessern . Diese gute Nachricht für Pendler, Schüler, Studenten und Fernreisende hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) von der DB erhalten: Mit einer zusätzlichen Regionalbahn (RB) ab Straubing Richtung Regensburg um 17:49, also zwischen den bisherigen Abfahrten im Stundentakt, wird der ICE 22 nach Frankfurt nun mit einer kürzeren Umsteigezeit von nur 12 Minuten erreicht. Aus Regensburg gibt es Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr künftig sogar einen Halbstundentakt: Durch eine zusätzliche RB, die unmittelbaren Anschluss vom ICE 27 aus Dortmund mit nur zehn Minuten Übergangszeit herstellt, bieten sich dann halbstündlich Fahrmöglichkeiten ab Regensburg um 14:57, 15:32, 15:59, 16:29, 16:58, 17:29 und 18:01 Uhr. Ferner gibt es durch zusätzliche Regional-Express-Züge (RE) zwischen Plattling und München jede Stunde eine Verbindung Straubing – München mit einer Fahrzeit von unter 2 Stunden geben, was bisher nur alle zwei Stunden auf dieser Route gegeben war – natürlich zusätzlich zu den München-Verbindungen mit der Gäubodenbahn über Neufahrn. Der neue Fahrplan ist schon jetzt in der Internet-Auskunft www.bahn.de abrufbar. Eine Projektgruppe von PtH beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit dieser Problematik, ist aber für sich genommen zu schwach, um wirklich etwas bewegen zu können. Es kommt daher wie gerufen, dass nun MdL Perlak hier sein politisches Gewicht in die Waagschale werfen möchte. Er hat viele Jahre erfolgreich die Geschicke der Stadt Straubing gelenkt und in dieser Zeit zweifelsohne bewiesen, dass er selbst in schwierigen Situationen tragfähige Kompromisslösungen finden kann. Dank seiner enormen politischen Erfahrung und seinen weitverzweigten Kontakte steigen die Chancen, dass der Zug für Straubing doch nicht ganz abgefahren ist. Überparteiliches Bündnis zeichnet sich ab Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“ konstituiert sich
Zur konstituierenden Sitzung der Bürgerinitiative „Bahn-einfach menschlicher“ trafen sich Vorstand und Sprecherrat am vergangenen Freitag in der Straubinger Bahnhofsgasstätte. Eine stetig wachsende Unterstützerzahl und erste Initiativen sprechen für einen guten Start der Bürgerinitiative und durch die Unterstützung viele Mandatsträger auf regionale und überregionaler Basis zeichnet sich ein parteiübergreifendes Bündnis ab, dass sich auf der Strecke Nürnberg – Regensburg- Straubing- Passau –Wien für „Die Bahn mit Zukunft: benutzerfreundlich – bequem – vernetzt“ stark macht.
Die ländlichen Regionen sowie die kleineren Ober- und Mittelzentren dürfen nicht Verlierer des Wettbewerbs werden Das Netzwerk der Bürgerinitiative "Bahn-einfach menschlicher" greift immer weiter. Selbst aus Berlin und Brüssel bekommt die BI Unterstützung. Die Grunderschliessung aller Oberzentren und der Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr in Ostbayern ist ein Anliegen der BI. Doch vor allem der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe im Umfeld der Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau liegt ihr am Herzen. 5.12.2009 MdB Florian Pronold sagt Bahn-BI mit dem "Deutschlandtakt" Unterstützung zu BI-Sprecher Reinhold Perlak MdL begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über den Start der Bürgerinitiative. Reinhold Perlak zeigt sich erfreut, dass sich bereits in der kurzen Zeit seit Gründung der BI am 23. Oktober über 200 Personen in die Unterstützerlisten eingetragen haben – „und es werden wöchentlich mehr“. Was den Landtagsabgeordneten aber besonders freut, ist die Tatsache, dass sich über Parteigrenzen hinweg eine breite Unterstützerfront formiert. „Mit Stadtrat Grundl (Grüne) und BGM Schedlbauer aus Bogen (CSU) haben sich bereits regionale Mandatsträger anderer Parteien für die BI gewinnen lassen. Auch die Landtagsabgeordneten Aiwanger (FW) und Fischer(FPD) sagten ihre Unterstützung zu. Dazu kommen viele Abgeordnete der SPD-Fraktion, die als Anrainer der betroffnen Bahnstrecke, die BI unterstützen und vor Ort weitere, parteiübergreifende Bündnisse auf den Weg bringen wollen“, so Reinhold Perlak in seiner Zusammenfassung.
Wie wichtig die „Einmischung“ der Politik in die vielfältigen Aktionen lokaler Gruppen für eine bessere Aufstellung der Bahn in Ostbayern ist, zeigt die Unterstützung Perlaks für eine Forderung des VCD, die über den parlamentarischen Weg direkt ins bayerische Wirtschaftsministerium und das Bundesverkehrsministerium gelangte. „Damit bekommen die Forderungen der einzelnen Gruppierungen ein ganz anderes Gewicht, Antworten auf Anfragen müssen gegeben werden und Türen öffnen sich, die sonst verschlossen sind“, so Reinhold Perlak. „Ich hoffe es gelingt uns auch, die bisher eher reservierten Interessensgruppen ins Boot zu holen, denn nur gemeinsam sind wir stark und können endlich etwas bewegen.“
Anschließend wurde in einer konstruktiven und offenen Atmosphäre das weitere Vorgehen der BI besprochen und eine Veilzahl von Anregungen zusammengetragen, um die Ziele der BI – barrierefreie Bahnhöfe, Verbesserung des überregionalen und internationalen Anschlusses mit Erhöhung der Taktfrequenzen sowie den Erhalt und Ausbau der Serviceleistungen – in die Öffentlichkeit zu tragen und somit eine starke und hörbare Öffentlichkeit zu erreichen, der sich die Verantwortlichen nicht verschließen können. Auch weitere Interessensgruppen wurden genannt, die man ins Boot holen wolle. „Je mehr sich für unsere Ziele gewinnen lassen, um so eher wird etwas passieren – wir können, und wir wollen nicht bis 2013 warten, bis bei uns die Planungen einsetzen und irgendwann die Baumaßnahmen beginnen – wenn überhaupt“, so Reinhold Perlak.
Bereits Ende Januar/Anfang Februar will Vorstandschaft und Sprecherrat die Bevölkerung in einer öffentlichen Sitzung über den aktuellen Stand der Bemühungen und die geplanten Aktionen informieren und bittet schon jetzt um möglichst breite Unterstützung. Weitere Ideen und Initiativen können natürlich weiterhin eingebracht werden. Über die Homepage der BI unter www.bahn-einfach-menschlicher.de können sich Interessierte jederzeit über die BI informieren und Kontakt aufnehmen. Außerdem stehen die Mitarbeiter Reinhold Perlaks im Abgeordnetenbüro werktags von 9.00 bis 12.00 Uhr für persönliche Gespräche zur Verfügung. 10.12.09 Der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold bedankte sich aktuell in einem Schreiben über die "konkreten Verbesserungsvorschläge für die bayerische Bahn-Infrastruktur", die ihm über die Bahn-BI von Johann Meindorfer (für den Verkehrsclub Deutschland) zugestellt wurden. "Wir werden das Thema Schienenpersonenfernverkehr in dieser Legislaturperiode in den Mittelpunkt der Bahnpolitik stellen", so das Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages. Florian Pronold erwartet mit der Öffnung des Fernverkehrsmarktes für andere Anbieter einen bisher nicht regulierten Wettbewerb um die besonders attraktiven Strecken. "Verlierer dieses Wettbewerbs werden die ländlichen Regionen, werden die kleineren Oberzentren und die Mittelzentren sein. Wir setzen uns deshalb dafür ein, mit dem Deutschlandtakt einen regulativen Rahmen zu setzen. Damit lässt sich das Verkehrsangebot deutlich attraktiver machen, die Infrastruktur koordinierter ausbauen und die Tarifeinheit sichern", so Pronold in seinem Schreiben.
Auch der SPD-Abgeordnete Ismail Ertug sitzt im Verkehrsausschuss – nur nicht in Berlin, sondern in Brüssel. Auch an ihn wurden die Forderungen der Bürgerinitiative "Bahn-einfach menschlicher" weitergeleitet und auch er sagte spontan seine Unterstützung zu, soweit es um die europaweiten Belange der Verbindung geht. "Allein mit der Bekanntgabe der aktuellen Fahrpläne werden sich die SPD- Abgeordneten jedoch nicht zufrieden geben", so MdL Reinhold Perlak, Sprecher der Bürgerinitiative "Bahn-einfach menschlicher". 3.3.2010„Die Menschen wollen wissen, was wann und wie umgesetzt wird“BI „Bahn einfach menschlicher“ legt Wert auf Überparteilichkeit - Aktionen geplant Straubing (pas): Bei der Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative „Bahn einfach menschlicher – die Bahn mit Zukunft“ trafen sich am vergangenen Freitag in der Bahnhofsgaststätte viele Betroffene und diskutierten das weitere Vorgehen der BI und vor allem die notwendigen Fragestellungen zum Bahngipfel am 8. März. Hierzu hat MdB Ernst Hinsken eingeladen und ein Gespräch zwischen Politikern, Kammervertretern und Bahnverantwortlichen organisiert – die Interessensvertreter behinderter Menschen und die Bahnkunden wurden dazu leider nicht eingeladen. Reinhold Perlak, MdL und Sprecher der Bürgerinitiative „Bahn einfach menschlicher“ informierte in seiner Begrüßung die Anwesenden über die Aktivitäten der vergangen Monate. So seien in zwei Vorstandssitzungen die einzelnen Aktionen der beteiligten Gruppen aufeinander abgestimmt worden und es konnten viele neue Unterstützer für die BI gewonnen werden. Reinhold Perlak berichtete über seine parlamentarischen Initiativen und stellte anhand einiger Original-Dokumente die Abstimmungsergebnisse im Landtag dazu vor. „Bei der Abstimmung zum barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und der Kapazitätserhöhung an der Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau sowie der Verbesserungen der Taktfrequenz und der Fernanbindung stimmten CSU und FDP gegen den Antrag der SPD, der von den GRÜNEN und den Freien Wählern unterstützt wurde. „Ich bin enttäuscht darüber, dass noch ein paar Tage vorher die Abgeordneten der Mehrheitsfraktion ihre Zustimmung signalisierten und sich dann bei der Abstimmung gegen ihre Heimat entschieden haben. Es herrscht ein eklatanter Unterschied zwischen dem, was man den Bürgern vor Ort verspricht und dem Abstimmungsverhalten im Landtag,“ erklärte Reinhold Perlak. Positiv wertete Perlak, dass das regelmäßig im Landtag stattfindende Bahnforum – bei dem es natürlich um die Bahn in ganz Bayern geht – auf die BI aufmerksam geworden sei. Versöhnlich stimme ihn auch die Zusage aller von ihm bisher angesprochenen Abgeordneten aller Parteien an der genannten Bahnlinie, die eine Veranstaltung in Straubing mit Wirtschaftsminister Zeil (FDP) unterstützen wollen, um zusammen die Wiederaufnahme der Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau in den vordringlichen Bedarf zu erreichen. „Nur wenn es uns das gelingt, werden die notwendigen finanziellen Mittel in den Haushalt eingestellt und nur so kann die Umsetzung der notwendigen Verbesserungen realisiert werden“, stellte Perlak fest. Dieses Ziel sei nur zu erreichen, wenn überregional und überparteilich gedacht und agiert würde und Forderungen sich auf die gesamte Strecke mit ihren Nebenanschlüssen beziehen. „Das gleiche gilt für die Streckenabschnitte Plattling-München und Regensburg-München, die inzwischen nur nach als Regionalstrecken ohne Fernverkehr angesehen werden. Für dieses fraktionsübergreifende Treffen werden wir in Kürze einen Termin anberaumen“. Perlak bedauerte in seinen Ausführungen, dass in den letzen Wochen gezielt Aktionen angesetzt wurden, die parallel zur BI „Bahn einfach menschlicher“ liefen. „Es macht doch keinen Sinn, wenn man hier mehrgleisig fährt, nur um parteipolitische Alleingänge zu forcieren. Ich unterstütze grundsätzlich jede Initiative, um die Situation der Bahnreisenden zu verbessern. Es verwundert mich aber, wenn die BI aus der Zeitung erfahren muss, dass sich einige wenige Personen im Landtag zur Verbesserung der Bahnsituation in Straubing treffen und die übrigen Mitgliedsvereine der BI bleiben außen vor“. Viele Vertreter von Interessensgruppen zeigten sich geradezu schockiert über die Information, dass sie zu dem geplanten Bahngipfel nicht eingeladen werden. „Es hat den Anschein, dass die Interessensgruppen übergangen, ja sogar gegeneinander ausgespielt werden sollen“, so ein Teilnehmer. Das gleiche, so ein anderer, gelte für die versprochenen Service-Angebote: „Das ist doch alles nur eine billige ‚Lendenschurzaktion’, der weitere Abbau der Serviceleistungen am Straubinger Bahnhof ist doch schon im Gange. So wurden aktuell z.B. die Personalstunden am Fahrkartenschalter deutlich eingekürzt. Wir wollen Menschen statt Automaten“. Und eine Teilnehmerin erinnerte daran, dass mehr Personal auf den Bahnsteigen eine deutlich verbesserte Sicherheit für die Bahnreisenden bedeuten würden. Johann Meindorfer, stellvertretender Sprecher der BI und Repräsentant des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Ostbayern, berichtete anschließend über einen Briefwechsel mit Staatsminister Zeil und Bundesminister Ramsauer zur Bahnproblematik in Ostbayern. Meindorfer stellte klar heraus, dass das Hin-und-her-Schieben der Verantwortung zwischen München und Berlin nicht weiter hinnehmbar sei. Er regte an, in einer der kommenden Sitzungen die jeweiligen Zuständigkeitsebenen zu klären, um damit besser argumentieren zu können. Meindorfer stellte fest, dass die BI die Forderungen der bayerischen Staatsregierung an den Bund – wie sie durch die Initiative Bayerns im Bundesrat eingebracht wurden – unterstützt. „Es ist nicht akzeptabel, dass die Staatsregierung Verbesserungen anmahnt, im Bundesrat durchsetzt und diese dann in Ramsauers Ministerium liegen bleiben“. Allein das Beispiel der Zugverbindung nach Dingolfing zeige, so Meindorfer weiter, dass die Strecken dringend eine Kapazitätserweiterung bräuchten. So könnten die Containerzüge der BMW Dingolfing nicht anfahren und müssten in Landshut auf LKWs umgeladen werden. Meindorfer:„Ähnliches erleben wir bei so mancher Verzögerung im Bahn-Personenverkehr in der Region, wenn die Güterzüge der Premiumkunden der Bahn Vorrang haben, weil sie just-in-time ihren Bestimmungsort erreichen müssen. Die Kapazitäten auf den Strecken sind einfach zu gering!“ Hier seien alle Bundestagsabgeordneten aus der gesamten Region aufgefordert, entsprechende Beschlüsse herbeizuführen. Da gehe es um Milliardenbeträge, die in den Haushalt eingestellt werden müssten. Deshalb sei überparteiliches Handeln und Agieren, wie von Perlak angestrebt, so wichtig. Vergessen werden dürften aber auch nicht die Nebenstrecken, so Meindorfer weiter. „Die Attraktivität der ganzen Strecke ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied – und das sind die Nebenstrecken. Hier sieht Meindorfer auch die Kommunen in der Pflicht. „Ein schlechter ÖPNV ist ein schlechter Standortfaktor, den sich unsere Kommunen im Wettbewerb um Ansiedlungen und Arbeitsplätze nicht erlauben können.“ Meindorfer betonte, dass die BI gerade bei der Gäubodenbahn mit den Forderungen von Landrat Reisinger übereinstimme, den ½-Stundentakt einzuführen. Hierzu sei die Einbindung der derzeit isoliert bewirtschafteten Bahnstrecke zwischen Neufahrn und Bogen in einen starken, innovativen Verbund nötig. Einen ersten Schritt zur Verbesserung sieht Meindorfer im neuen Nahverkehrsplan, der erstmals gemeinsam zwischen Stadt und Landkreis erstellt werde. „Doch auch die Übergänge zwischen den Verkehrsverbünden, nicht nur zwischen Stadt und Landkreis sondern in der ganzen Region, müssen vereinfacht werden, nur wenn hier eine Durchgängigkeit erreicht wird, bietet der ÖPNV eine echte Alternative zum Auto.“ Abschließend diskutierte die Mitgliederversammlung den Fragen- und Forderungskatalog zum anberaumten Bahngipfel und bereitete weitere Aktionen vor. So wollendie Interessensgruppen den Empfang des Landtags für Menschen mit Behinderung am 15.April nutzen, die Öffentlichkeit auf Ihre Situation aufmerksam zu machen. Die BI richtet sich auch an alle Bahnkunden in der Region mit der Bitte, Beschwerden entweder direkt oder gern auch über die BI ( www.Bahn-einfach-menschlicher.de) an die Bahn zu richten. “Wenn die nicht wissen was hier schlecht läuft, dann wird auch niemand etwas dagegen unternehmen“, so Johann Meindorfer. 2.3.2010 Brief der BI an die bayerischen Mitglieder der Ausschüsse Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie Wirtschaft und Technologie im Deutschen Bundestag Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete , Unter dem Motto "einfach menschlicher – die Bahn mit Zukunft" hat sich im Oktober 2009 in Straubing eine Bürgerinitiative gegründet, die die Verbesserung der Bahnsituation in (Ost-)Bayern zum Ziel hat. Dieser Initiative gehören Behindertenverbände, Wohlfahrtsverbände, die Beiräte der Stadt Straubing, Mandatsträger und viele engagierte Privatpersonen an. In überparteilicher Zusammenarbeit soll der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe, die Erhöhung der Taktfrequenzen, ein verbesserter Anschluss an Fernzüge, die Verbesserung der Serviceangebote, mehr Park&Ride-Angebote … durchgesetzt werden.Im Namen und Auftrag der Mitglieder unserer Bürgerinitiative wenden wir uns heute an Sie, die Bayerischen Abgeordneten in den Ausschüssen für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie für Wirtschaft und Technologie, mit der Bitte um Unterstützung bei den Themen: 1.Grunderschließung aller Oberzentren im eigenwirtschaftlich von der DB AG zu betreibenden Fernverkehr 2.Ausreichende Mittelbereitstellung für den Schienenverkehr zur Verbesserung des Bahnverkehrs zu 1.)Nach unserer Kenntnis sieht ein vom Bundesrat bereits im Jahre 2008 beschlossener Gesetzentwurf ein Mindestangebot von 6 Zügen pro Tag für alle Oberzentren vor, dieser Gesetzentwurf wurde aber bisher vom Bund noch nicht einmal aufgegriffen geschweige denn umgesetzt. Bitte verwenden Sie sich dafür, diesen Beschluss in das Verfahren zur Umsetzung zu bringen und tragen Sie ihn inhaltlich mit. Es ist dringend nötig, über den Bund Vorgaben an die bundeseigene DB AG für eine bundesweite Grunderschließung aller Oberzentren und sonstiger touristischer / verkehrlicher Aufkommensschwerpunkte im eigenwirtschaftlich von der DB AG zu betreibenden Fernverkehr zu machen, sofern diese bisher nicht erschlossen wurden. Nötigenfalls wären Teile des Fernverkehrs-Grundangebotes nach dem Besteller-Prinzip durch den Bund zu finanzieren, was einen angemessenen Beitrag des Bundes im Rahmen seines Gewährleistungsauftrages darstellen würde. zu 2)Eine deutliche Erhöhung der Bundesmittel für den Bahnverkehr ist dringend erforderlich, nachdem derzeit sogar eine massive Unterfinanzierung des Bedarfsplanes für den Schienenverkehr und auch für schon beschlossene Ausbauprojekte besteht.Die Bahn-(Infrastruktur) degeneriert zunehmend, vor allem in der Fläche. Bahnhöfe sind in desolatem Zustand, die Bevölkerung wird immer weiter von vernünftigen Zugverbindungen abgeschnitten und für Menschen mit Behinderung, Mütter mit Kinderwagen oder Senioren wird das Erreichen eines Bahnsteigs oder Besteigen eines Zuges immer mehr zu einem unüberwindlichen Hindernis. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass im Verkehrsetat des Bundeshaushaltes für den Schienenverkehr ausreichend Mittel vorgesehen werden, die zwingend notwendigen Investitionen in die Bahn-Infrastruktur zu leisten.Ein Abzug von Einnahmen aus der LKW-Maut von den Schienenverkehrsmitteln zu Gunsten weiterer Straßenbauprojekte muss sich aus verkehrspolitischen wie aus ökologischen Gründen verbieten. In der Hoffnung auf eine positive Antwort verbleiben wir, mit freundlichen Grüßen Reinhold Perlak, MdL Beate Schaffelhuber Johann Meindorfer Sprecher stellv. Sprecherin stellv. Sprecher Endlich: Bahngipfel in Straubing : CSU musste aktiv werden - BI "Bahn- einfach menschlicher" berät Fragenkatalog Am 19. Februar um 19:30 Uhr trifft sich die Bürgerinitiative "Bahn - einfach menschlicher" im Saal der Bahnhofsgaststätte um einen 'Bahngipfel' am 8. März 2010 vorzubereiten. "Leider soll sich der von MdB Ernst Hinsken einberufene Bahngipfel am 8. März nur auf die bahnpolitischen Themen des Wahlkreises Straubing/Regen begrenzen, eine Verbesserung für die ganze Region und die Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau-Wien und ihre Zubringer müsste weiter greifen", so der Sprecher der BI, Reinhold Perlak, MdL. Der barrierefreie Ausbau und die bessere Anbindung des Bahnhofes Straubing, die nötigen Lärmschutzmaßnahmen sowie die Anbindung der Waldbahn an den DB-Fernverkehr sollen, laut Einladung, angesprochen werden, so Perlak weiter. "Soweit waren wir bisher ja auch schon. Ich hoffe, dass nun die in Aussicht gestellten ' konkreten Lösungsschritte und schnellen Verbesserungen' spruchreif werden", so Reinhold Perlak. Nach vielen Vorgesprächen aller Beteiligten in München und Berlin werden nun am 8. März der Parl. Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Dr. Andreas Scheuer MdB in Begleitung von Abteilungsleiter MD Michael Harting (Bundesverkehrsministerium), die beiden Staatsminister Martin Zeil, MdL und Helmut Brunner MdL, sowie der DB-Konzernbevollmächtigte für den Freistaat Bayern, Klaus-Dieter Josel zu den Problemen mit der Bahn in Ostbayern Stellung beziehen. "Damit die richtigen Fragen gestellt werden können, wird sich die BI in einer für den 19. Februar einberufenen Mitgliederversammlung zur gemeinsamen Strategie-Sitzung treffen, wozu ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich einlade", so Perlak weiter. (2.2.2010)
Hinsken soll in seiner eigenen Liga spielen und Ramsauer zur Bahn- Konferenz holen
Bei der Jahresabschlussfeier des SPD-Kreisverbands im Dorfwirtshaus in Konzell/Gossersdorf erklärte MdL Reinhold Perlak, Sprecher der BI „Bahn einfach menschlicher“:
„Im Oktober gründeten wir die Bürgerinitiative ‚Bahn-einfach menschlicher’ um überparteilich für eine bessere Anbindung und den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und Züge in Ostbayern zu kämpfen – alle haben ihre Unterstützung zugesagt, DIE GRÜNEN, die FDP, die FREIEN WÄHLER und sogar einzelne Kommunalpolitiker der CSU. Die einzigen, die eine eigene Linie weiterfahren wollen sind Ernst Hinsken, MdB und Josef Zellmeier, MdL.“ Für sie sei das Thema dazu geeignet, das Spiel zwischen Hase und Igel – wer ist schneller - weiterzutreiben. Noch dazu präsentieren sie sich in der Region als die Verteidiger der Bahn, in den Parlamenten stimmten sie mit ihren Fraktionen gegen eine Verbesserung. „Vor wenigen Tagen versprach Ernst Hinsken eine Bahnkonferenz mit Wirtschaftsminister Zeil und Landwirtschaftsminister Brunner (der hat wohl sonst nichts zu tun) – wir brauchen keinen Bundestagsabgeordneten um diese Konferenz zu organisieren“, stellt Reinhold Perlak fest. „Wenn Ernst Hinsken mitspielen will, dann in seiner eigenen Liga, dann soll er seinen Parteifreund Peter Ramsauer, den Bundesverkehrsminister, an den Konferenztisch holen“. (29.12.09)
8.3.2010 Bahn-Gipfel in Straubing Bahn-Vertreter macht Bahnkunden keine Hoffnung – Weiß die eine Hand, was die andere tut? Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministeriums Dr. Andreas Scheuer stellte gleich zu Beginn fest, dass die Bahn kein Staatskonzern mehr sei, jedoch der Bund für Strukturmaßnahmen zuständig wäre. Durch Regionalisierung sei die Verantwortung für den Personenschienennahverkehrs an die Bundesländer gegangen. "Es liegt gewiss nicht am guten Willen der Bayerischen Staatsregierung vorwärts zu kommen", meinte dagegen Wirtschaftsminister Martin Zeil. Es sei generell Aufgabe der neuen Bundesregierung, "die Dinge aus einen Guss zu gestalten". Jahrelang seien die Themen vor sich hergetragen worden und nichts sei passiert. Seine Forderung: "Wir wollen konkret und finanziell hinterlegt die Dinge vorantreiben. Bürger haben Versprechungen von heißer Luft satt haben." Es gäbe wohl deutliche Verbesserungen, aber manche Verbindungen seien nicht so, wie man sie wünschen würde. Zeil gab zu bedenken: "Wir müssen sehr darauf achten, dass diese Region nicht abgehängt wird." Speziell zu Straubing sagte er: "Wir wollen Straubing zur Wissenschaftsstadt machen. Dann darf sie sich nicht dazu entwickeln, nur mit Pferdefuhrwerk erreichen zu können." Landwirtschaftsminister Helmut Brunner räumte ein, dass eine leistungsfähige Infrastruktur zu den Aufgaben des Freistaates gehöre. "Die Mittelausstattung spricht momentan aber dagegen", verwies er in Richtung Berlin. Seine Forderung: "Wir wollen bei eine verstärkte Berücksichtigung Bayerns." Es müsse wohl der Bahnknotenpunkt München werden, doch dürfte der niederbayerische Raum deswegen nicht benachteiligt werden. Nach 100 Minuten kam endlich auch der DB-Konzernbevollmächtigte für den Freistaat Bayern, Klaus Dieter Josel, zu Wort, wie regio-aktuell24 berichtet. Grundsätzlich stellte er fest, dass einfach der Bahnhof Plattling stärker frequentiert sei, als Straubing. Keine Hoffnung machte er hinsichtlich einem Halt der Fernzüge in Straubing. Aufgrund der Zahl der Reisenden habe man sich für Platting entschieden. Ein barrierefreie Ausbau sei derzeit aus finanziellen Gründen begrenzt. 2012 müssten die Prioritäten neu festgelegt werden. Mit "Es liegt ein Investitionsstau vor uns" versuchte er klar zu machen, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden könnten. Im März werde jedoch laut Josel eine Machbarkeitsstudie gestartet, damit Klarheit über die Möglichkeiten geschaffen werde.
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministeriums Dr. Andreas Scheuer: "Der Bahn geht es finanziell nicht schlecht". Daher würden viele der Probleme nicht an der Mittelausstattung scheitern. Nur müsse seiner Ansicht nach unterschieden werden, was kurzfristig notwendig und was wünschenswert sei. Praktische Vorschläge in Richtun g Bahn kamen von Gerhard Hess, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Bauindustrieverbandes, der der Bahn anbot, Strecken mit geringem Aufwand zu ertüchtigen und mit dem Zeitgewinn weitere Halte zu ermöglichen. Und Dietmar Kerr, Geschäftsfüher der agilis-Eisenbahngesellschaft, die künftig die Strecke Straubing-Regensburg „mit leiseren, schnelleren und behindertengerechten elektrischen Triebwagen" bedient, teilte mit, die Bayerische Eisenbahngesellschaft (untersteht dem bayerischen Wirtschaftsministerium) brauche nur mehr Verbindungen bei agilis zu ordern. „Dann fahren wir.'' – ist im Straubinger Tagblatt dazu zu lesen. Die Teilnehmer nahmen erfreut auf, dass die Verbindung Frankfurt-Wien weiterhin über die Achse Nürnberg und Passe forciert sei. Ein Aus- und Neubau der Infrastruktur sei jedoch abhängig davon, welche Mittel der Bund bereitstelle. Scheinbar weiß die eine Hand nicht was die andere tut: In einem Pressebericht am 10.3.(!) erklärte die Bahn, für rund eine Milliarde Euro die "maroden Strecken in Bayern" zu erneuern. Dazugehöre auch die wichtige Verbindung Nürnberg-Passau! Gäubodenbahn: Erhalt der Bahnübergänge und kürzere Fahrzeiten geht nicht Landrat Alfred Reisinger nannte die Gäubodenbahn als das Rückrat im öffentlichen Personennahverkehr. Jedoch sei das Angebot vor allem für Pendler ungenügend. Lösungen würden nicht viel Geld kosten, aber mehr Akzeptanz der Bahn mit sich bringen. Kontraproduktiv sei jedoch dass einerseits alle Bahnübergänge erhalten bleiben, anderer seit die Fahrzeiten verkürzt werden sollten. Beides ginge nicht. Der Landtagsabgeordnete Josef Zellmeier freute sich über das Zustandekommen des Bahngipfels. Der Schwerpunkt seines Redebeitrags lag darin, dass auf der Gäubodenbahnstrecke die Bahnübergänge in Oberlindhart und Laberweinting aus landwirtschaftlichen und gewerblichen Gründen nicht geschlossen werden dürften, so berichtet regio-aktuell24. Sagen lassen musste sich Klaus-Dieter Josel auch, dass die Bahn wie in Geiselhöring Bahnhöfe verkommen lasse und dass in Neufahrn die Fahrgäste beim Umsteigen ohne Dach in Regen und Kälte stünden, obwohl ein leerstehender großer Bahnhof vorhanden sei. 10.3.2009 Massnahmen sind eindeutig unterfinanziert! Zur finanziellen Situation von Bund, Land und der DB Bahn, so wie sie auf dem Bahngipfel in Straubing dargestellt wurde, ist klar anzumerken: Natürlich fehlt viel Geld bei Bund und Land für Verbesserungen bei der Bahn. Die schon in konkreten Ausbauplänen enthaltenen Massnahmen sind im Bundeshaushalt eindeutig unterfinanziert, d.h. die Mehrheit im Bundestag und die Bundesregierung stellen viel zu wenig Geld für die von ihnen selbst schon beschlossenen Ausbauprojekte im Bahnverkehr zur Verfügung. Sie täuschen damit die Öffentlichkeit mit Ausbauplanungen, für die sie nicht zu zahlen bereit sind und ver(sch)wenden das Geld lieber für Unnützeres.
Somit werden klar in der Zuständigkeit des Bundes liegende kapazitäts- und geschwindigkeitserhöhende Ausbaumassnahmen nicht umgesetzt. Auch der Gewährleistungsauftrag des Bundes für eine bundesweite Grunderschliessung der Oberzentren im Fernverkehr wird nicht erfüllt, sofern sie nicht eigenwirtschaftlich von der DB AG bewerkstelligt wird. Dann müsste nämlich der Bund ein entsprechendes Angebot bestellen, d. h. ein Eisenbahnunternehmen dafür bezahlen. Tut er aber nicht, sondern verweist nur darauf, dass die „Gestaltung des Fernverkehrsangebotes der DB AG eine unternehmerische Aufgabe“ sei. So bleiben ganze Regionen unzureichend mit Infrastruktur und Fernverkehrsleistungen unterversorgt, weil der Bund zu wenig Geld für den Bahnverkehr zur Verfügung stellt. Da bietet sich der Ansatzpunkt für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, Einsatz für eine angemessene Finanzausstattung für den Schienenverkehr zu zeigen. Es liegt am Geld. Und an den MdBs, gerade der Regierungsfraktionen im Bundestag.
Und der Freistaat Bayern ist ganz allein für das Fahrplanangebot im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zuständig. Sodass die Bayerische Staatsregierung, deren Mitglied Minister Zeil ist, über die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) ganz alleine für ein verdichtetes Zugangebot auf der Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn zuständig ist: Der erforderliche Stundentakt am Wochenende und ein Halbstundentakt werktags auf der Gäubodenbahn als verbesserte regionale Erschliessung und Anbindung Straubings an die Bezirkshauptstadt Landshut und die Landeshauptstadt München über Neufahrn scheitert an zu wenig Geld, das der Freistaat für die Bestellung zusätzlicher Zugkilometer bereitstellt. Geld aus den Regionalisierungsmitteln, die er dafür vom Bund bekommt. Da liegt der Ansatzpunkt für die Abgeordneten des Bayerischen Landtages, für genug Geld im Schienenpersonennahverkehr zu sorgen, das nicht nur für dichte 10-Minuten-S-Bahn-Takte in den Ballungsräumen München und Nürnberg reicht, sondern auch für einen Halbstundentakt in der niederbayerischen Provinz. Es liegt am Geld. Und an den MdLs, gerade der Regierungsfraktionen im Landtag. Johann Meindorfer: Verkehrsclub Deutschland (VCD)- Kreisgruppe Straubing-Bogen 11.3.2010 Bahngipfel: Reinhold Perlak setzt nach Begrüßenswerte Initiative brachte leider keine signifikanten Fortschritte MdL Reinhold Perlak begrüßte, dass es zum Bahngipfel in Straubing gekommen sei, erinnerte jedoch, dass ein solches Treffen bereits vor zehn Jahren mit Bahnchef Mehdorf stattgefunden habe und von den damals getroffenen Zusagen nicht eine gehalten worden sei. "Absolut inakzeptabel ist die Aussage der Bahn, dass ein barrierefreier Ausbau des Straubinger Bahnhofs frühestens ab 2013 erfolgen kann", so Reinhold Perlak weiter. Die schlechten Zugangsmöglichkeiten – für alle Menschen mit Einschränkungen, dazu gehören auch Senioren und Mütter mit Kinderwagen sowie Radler oder ganz einfach Reisende mit einem schweren Koffer - und die fehlenden P&R-Plätze sorgen für die schlechten Fahrgastzahlen die wiederum als Ausrede für "weiteres Nichtstun" herhalten müssen, stellt MdL Reinhold Perlak fest.
Reinhold Perlak bedauerte, dass die durchaus begrüßenswerte Initiative, leider keine signifikanten Fortschritte erkennen ließ. "Jedoch wird daraus deutlich, dass nur gemeinsame Bemühungen zum Erfolg führen können und diese Veranstaltung hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass lokale Initiativen zu nichts führen. Nur gemeinsames, überregional abgestimmtes Handeln kann den gewünschten Erfolg bringen. Aus diesem Grunde habe ich nun auch Herrn Staatsminister Martin Zeil um die Terminierung der schon lange abgesprochenen parteiübergreifenden Veranstaltung mit allen an der Strecke Nürnberg-Passau lebenden Mandatsträgern gebeten. "Mit diesem Schreiben habe ich bewusst gewartet, um dem Straubinger Bahngipfel nicht vorzugreifen oder gar eine Parallel-Veranstaltung zu planen. Es wurde dort nach meiner Auffassung jedoch überdeutlich, dass die für Straubing exemplarisch aufgezeigten Probleme und Versäumnisse gleichermaßen für die gesamte Strecke Gültigkeit haben", so der Straubinger Abgeordnete in seinem Schreiben an Wirtschaftminister Zeil. 21.4.2010 Erneute "Bahnkonferenz Ostbayern" im Herbst Wirtschaftsminister Zeil schließt sich den Forderungen von MdL Reinhold Perlak an: " Zum Thema Schieneninfrastruktur muss man sich fraktionsübergreifend verständigen." Einen Tag nach dem von MdB Ernst Hinsken (CSU) einberufenen "Bahngipfel" in Straubing, bei dem auch Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) anwesend war, wandte sich MdL Reinhold Perlak an diesen mit der Bitte, einen neuen Termin für eine "Bahnkonferenz Ostbayern" zu finden. Nachdem ersichtlich wurde, dass es sich beim "Bahngipfel" lediglich um eine medienwirksame Schauveranstaltung handelte und weder die Betroffenen gehört, noch – zumindest bis heute – die eingereichten Fragen beantwortet wurden, forderte Reinhold Perlak eine Neuauflage aber dieses Mal unter anderen Vorzeichen. "Hierbei müssen alle Mandatsträger entlang der gesamten Strecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau teilnehmen, denn die Probleme und Versäumnisse, die in Straubing offensichtlich sind, beziehen sich auf die gesamte Strecke und können nur im Zusammenhang gelöst werden, so Perlak in seiner Einladung.
"Ich bin ebenso wie Sie der Meinung, dass man sich zum Thema Schieneninfrastruktur fraktionsübergreifend verständigen muss. Das gilt umso mehr auf der Landesebene, wo wir letztlich nur unsere Kräfte bündeln können, um beim hierfür ausschließlich zuständigen Bund Verbesserungen durchzusetzen. Grundsätzlich stehe ich daher einer Bahnkonferenz unter Beteiligung aller Mandatsträger aufgeschlossen gegenüber. Meines Erachtens sollten auch die Bundestagsabgeordneten und möglichst das Bundesverkehrsministerium geladen werden, da dort die maßgeblichen Entscheidungen über Neu- und Ausbau des Eisenbahnnetzes getroffen werden", so die nun erfolgte Einlassung von Wirtschaftsminister Zeil auf die Anfrage vom 9. März. Damit wird deutlich klargestellt, dass nur ein "Miteinander" aller Fraktionen im Bayerischen Landtag zielführend sein kann, wie es Reinhold Perlak in Straubing seit Monaten fordert. "Es muss Schluß sein mit den parteipolitischen Alleingängen", fordert Perlak erneut in Richtung der Kolleginnen und Kollegen aus der CSU. Minister Zeil will mehr Geld aus Berlin: "In einem ersten Schritt gilt es jetzt, sich auf Bundesebene für ein ausreichendes Budget einzusetzen. Die Mittel für Neu- und Ausbau der Schieneninfrastruktur müssten eigentlich deutlich anhoben, mindestens aber auf dem heutigen Niveau verstetigt werden. Dies hat auch der Bundesrat im März auf Antrag des Freistaates beschlossen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie dieses wichtige Anliegen in Berlin unterstützen würden". Dazu Reinhold Perlak: "Darauf kann Minister Zeil sich verlassen! Die SPD wird Bundesverkehrsminister Ramsauer hierzu fordern." Erst vor kurzem bekam Perlak und die BI "Bahn einfach menschlicher" die Unterstützung der SPD in Berlin durch den SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold und Martin Burkert, Bahnbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, zugesagt. Ein Termin für die "Bahnkonferenz Ostbayern" wurde für den Herbst zugesagt, nach dem die Finanzplanung des Bundes offen gelegt wurde. 9.4.2010 Pronold fordert transparente Entscheidung über Straubinger Bahnhof SPD-Bundestagsabgeordneter Florian Pronold schreibt an Bahn und Verkehrsminister
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold hat sich mit einem Schreiben an Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn und an Verkehrsminister Peter Ramsauer gewandt und bittet um eine Stellungnahme, wie das Bahnhofsgebäude in Straubing künftig genutzt werden soll und nach welchen Kriterien über die künftige Nutzung entschieden wird.
„Die Bahn sollte nicht am ‚grünen Tisch‘ über die Zukunft des Straubinger Bahnhofs entscheiden, sondern die Kommunalpolitiker vor Ort mit ihrer Erfahrung einbinden und größtmögliche Transparenz walten lassen. Selbst wenn die Nutzung als Spielhalle mittlerweile vom Tisch zu sein scheint, besteht in der Bevölkerung große Unsicherheit“, betont Florian Pronold. Der Abgeordnete ruft daher die Bahn und den Minister auf, die Bürgerinnen und Bürger baldmöglichst über die Pläne zu informieren.
Florian Pronold unterstützt den SPD-Landtagsabgeordneten Reinhold Perlak bei seinem Anliegen, die Bahnhofsgaststätte für kulturelle Veranstaltungen zu erhalten. Der Abgeordnete kritisiert, dass der Pächter laut einem Zeitungsbericht im Straubinger Tagblatt vom 31. März die Kündigung von der DB Immobilien bekam, nachdem er der Aufstellung von Spielautomaten ablehnend gegenüberstand. Wenn die Bahn das Angebot für die Kunden attraktiver gestalten möchte, sollte sie auch ganz offen sagen, wie sie sich das vorstellt“, fordert Florian Pronold. Minister Zeil will mehr Geld aus Berlin: "In einem ersten Schritt gilt es jetzt, sich auf Bundesebene für ein ausreichendes Budget einzusetzen. Die Mittel für Neu- und Ausbau der Schieneninfrastruktur müssten eigentlich deutlich anhoben, mindestens aber auf dem heutigen Niveau verstetigt werden.Dies hat auch der Bundesrat im März auf Antrag des Freistaates beschlossen. Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie dieses wichtige Anliegen in Berlin unterstützen würden". Dazu Reinhold Perlak: "Darauf kann Minister Zeil sich verlassen! Die SPD wird Bundesverkehrsminister Ramsauer hierzu fordern." Erst vor kurzem bekam Perlak und die BI "Bahn einfach menschlicher" die Unterstützung der SPD in Berlin durch den SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold und Martin Burkert, Bahnbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, zugesagt. Ein Termin für die "Bahnkonferenz Ostbayern" wurde für den Herbst zugesagt, nach dem die Finanzplanung des Bundes offen gelegt wurde.
1.4.2010 Leserbrief zur Bahn:
Was lange währt wird endlich Wut! (erschienen am 1.4. bei regio-aktuell24 und im SR-Tagblatt)
Berechtigte Wut hat sich über die dauerhafte Benachteiligung und Vernachlässigung Straubings hinsichtlich immer noch fehlender Bahnhofsinfrastruktur, degenerierender Taktfrequenzen, Rückzug von ICE-, EC- und IC-Verbindungen, fehlender P&R Anlagen sowie überregionaler ÖPNV Vernetzungen und mangelhafter Lärmschutzmaßnahmen breit gemacht.
Die Berichterstattung über die bewusst geheim gehaltene Planung zur Errichtung einer Spielhalle statt der bisherigen Kleinkunstszene in der Bahnhofsgaststätte war richtig und wichtig und hat nun offensichtlich das Fass zum Überlaufen gebracht.
Seit vielen Jahren werden, außer lauen Vertröstungen, keine brauchbaren Lösungen vorgelegt. Im Gegenteil: Leistung und Service werden Schritt für Schritt abgebaut. Eine Schande, das muss sich Straubing wirklich nicht gefallen lassen!
Nunmehr aber scheint etwas Bewegung in die untragbaren Ist-Zustände zu kommen. Dieses verdanken wir der Berichterstattung im Straubinger Tagblatt und dem stärker werdenden Protest der Initiativen, besonders von Betroffenen.
Auffällig ist, dass die Gründung der Bürgerinitiative 'Bahn- einfach menschlicher' plötzlich Aktivitäten auf breiter gewordener Ebene hervorgerufen hat. Merkwürdig ist, dass die Bürgerinitiative offensichtlich bewusst ausgeklammert wird, wenn offizielle Termine anstehen. Überhaupt nicht verständlich ist, dass der Straubinger Abgeordnete Reinhold Perlak, der zugleich Sprecher der Bürgerinitiative ist, zu solchen Terminen nicht eingeladen wird. Will sich MdL Zellmeier, gemeinsam mit OB Pannermayr plötzlich zum alleinigen 'Retter des Straubinger Bahnhofs' aufschwingen. Die enge Verflechtung der Bahn-Oberen mit der CSU hätte doch bereits seit Jahren Früchte tragen können.
Absolut unverständlich ist, dass sich Herr Zellmeier nun mit einem möglichen Ausbaubeginn nach 2013 zufrieden zeigt und Margot Hilmer, als scheinbar alleinige Vertreterin aller Behinderten in Straubing, es akzeptiert, dass Menschen mit Handycap das Bahnangebot nur dann nutzen können, wenn sie ihre Fahrt mindestens 24 Stunden vorher anmelden. Die Bahn hat diesen Service bereits aus ihrem Angebot ausgelagert!
Aus allen bisherigen Berichten ist zu entnehmen, dass sich MdL Perlak immer um überparteiliche, gemeinsam getragene Lösungen bemüht. Können die Herren Zellmeier und Pannermayr - oder dürfen sie das nicht? Wie man sieht: Gemeinsames Handeln ist auf jedem Fall effizienter.
Erich Reindlmeier 3. Bürgermeister Gemeinde Perkam Radldorf
31.3.2010 Pressemeldung der DB
Modernisierung des Straubinger Bahnhofsgebäudes: Noch keine Entscheidung über Investorenkonzept getroffen
Die DB Station&Service AG plant derzeit die Modernisierung und Neuordnung der Vermietungsflächen im Straubinger Bahnhofsgebäude. Es gibt verschiedene Ansätze den Vermietungsbereich auf zu werten und attraktiver zu gestalten. Hierzu hat die DB StationService AG erste Voranfragen bei möglichen Betreibern gestellt.
Im Moment gibt es von unterschiedlichen Interessenten konzeptionelle Überlegungen zur Umgestaltung der Gebäudeflächen. Fälschlicherweise berichteten die lokalen Medien über das Konzept eines potentiellen Investors und stellten es als gegeben dar. Zum momentanen Zeitpunkt hat die DB Station&Service AG jedoch weder dieses Konzept noch die andere Vorschläge von Interessenten abschließend bewertet, geschweige denn über die Realisierung entschieden.
Dem derzeitigen Pächter der Bahnhofsgaststätte sind die Überlegungen der DB Station&Service AG bereits seit mehreren Monaten bekannt und er hat ebenfalls die Möglichkeit, eine Bewerbung abzugeben.alsche Darstellungen über geplante „Spielhöllen/-hallen“ im Bahnhofsgebäude sorgen lediglich für Irritationen in der Bevölkerung, bei den Mietern im Bahnhof sowie bei potentiellen Investoren und erschweren die weiteren Planungen und somit auch Modernisierung des Empfangsgebäudes.
Mit der Stadt Straubing steht die DB Station&Service AG bezüglich der Modernisierung des Bahnhofsgebäudes im Dialog. Das angestrebte Ziel ist, gemeinsam mit der Stadt den Straubinger Bahnhof attraktiver für die Fahrgäste und die Bevölkerung zu gestalten. Gestern fand dazu wieder ein konstruktives Gespräch im Straubinger Rathaus sowie vor Ort am Bahnhof statt.
31.3.2010 Geplante Spielhalle: Die Bahn rudert zurück
Es sei nie geplant gewesen, im Saal der Bahnhofsgaststätte eine Spielhalle einzurichten, versichert Günter Pichler, Regionalbereichsleiter für Bayern der DB Station & Service AG. In einer Pressekonferenz am Bahnhof hob er hervor, dass wohl der Bahnhof „aufgepeppt“ werden solle, aber die Bahn selbst keine Initiative gezeigt hätte, eine Spielhalle einrichten zu wollen. Die Bahn spricht von "Missverständnissen", die aber unser Mitglied, der Wirt der Bahnhofsgasstätte, Wolfgang Knorr, ganz anders sieht: Bei ihm habe die Bahn nachgefragt, ob er mit Spielautomaten im Saal einverstanden wäre – nach dem er das abgelehnt habe, sei ihm im Dezember gekündigt worden! Laut den Informationen zur Voranfrage an die Stadt, sollte der Bahnhof völlig neu gestaltete werden. Statt dem Restaurant sollte es nur noch einen kleinen Imbiss geben, der Saal mit Spielautomaten aufgestellt und der Backshop sollte dann von einem großen Filialisten übernommen werden. Entsetzen bei den Stadträten, aber auch bei den verschiedenen Verbänden, Schulen und Initiativen, die in den letzten Jahren versucht hatten, den Bahnhof zeitgemäßer und damit bürgerfreundlicher zu gestalten. Eine Spielhalle statt einer Kleinkunstbühne - denn so eine hatte in den vergangenen Jahren Wolfgang Knorr erfolgreich aufgebaut - ist alles andere als wir Straubinger wollen. Dass die Bahn "verärgert über die Berichterstattung des Straubinger Tagblatts" – und natürlich über den darauf folgenden Proteststurm aus der Bevölkerung und seitens aller politisch Verantwortlichen- ist, kann man ja verstehen. Nur zeigt es offen auf, welche Gesinnung sich hinter den Köpfen der Verantwortlichen versteckt. Man siehe hierzu auch die Geschehnisse um den Baubeginn an der Bahnunterführung der Passauer Straße. Pichler war am Dienstagvormittag, 30. März, auf Einladung von MdL Josef Zellmeier (CSU) nach Straubing gekommen, um über die Machbarkeitsstudie zum behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs zu informieren. Leider waren dazu weder die BI noch Reinhold Perlak als Straubinger Abgeordneter eingeladen worden Im Gepäck hatte Pichler drei vermeintlich positive Nachrichten: Die Untersuchungen für die Machbarkeitsstudie zum behindertengerechten Ausbau des Bahnhofs haben begonnen, für den Mobilitäts-Service steht der Partner fest und im Schalterraum wird zusätzlich ein Reisebüro eingerichtet. Zumindest bewegt sich etwas, woran wir einen nicht unerheblichen Anteil haben. Bezüglich der Mobilitätsstudie, so berichtet regio-aktuell24, erklärte er, dass die Untersuchungen bereits begonnen hätten. Er rechnet schon im Sommer mit einem Ergebnis. Darin enthalten sind dann auch möglich Umgestaltungsmöglichkeiten, angefangen von Aufzügen an jedem Bahnsteig, eine Vergrößerung des Durchgangs zu den verschiedenen Bahnsteigen, aber auch die Kosten, die für die Umsetzung eines behindertengerechten Ausbaus erforderlich sein werden. Die Bahn könne jedoch auf keinen Fall die Kosten selber schultern, merkte Pichler an. Da werde mit Unterstützung des Bundes und des Freistaates gerechnet. Die Machbarkeitsstudie sei für die Bewilligung der Zuschüsse eine wichtige Grundlage. MdL Josef Zellmeier erklärte dazu, die Realisierung könne vor 2013 ohnehin nicht stattfinden, denn erst ab diesem Zeitpunkt bestehe die Möglichkeit in die Prioritätenlisten eines Baumaßnahmenkatalogs aufgenommen zu werden. Eine dünne Hoffnung, wenn man weiß, wie die CSU bisher zu den Ausbau-Anfragen für Straubing abgestimmt hat. Dass den Mobilitätsservice, den die Bahn bereits aus ihrem Angebot ausgelagert hat, nun die Malteser übernehmen ist gut. Es ist aber nicht akzeptabel, dass Menschen mit Handycap das Bahnangebot nur dann nutzen können, wenn sie ihre Fahrt mindestens 24 Stunden vorher anmelden. Welcher "normale" Bahnkunde würde das akzeptieren? Es bleibt zu hoffen, dass die geplanten "Aufpepp-Maßnahmen" zumindest unter dem Aspekt der Barrierefreiheit durchgeführt werden – wir als BI "Einfach menschlicher – die Bahn mit Zukunft" werden darauf genauestens achten. Es sei in diesem Zusammenhang allen gedankt, die sich an dem "Sturm der Entrüstung" beteiligt haben, denn nur ihre Reaktionen haben die Bahn zum Einlenken gebracht. Denn: Gemeinsam sind wir stark – und das wollen wir auch bleiben.
30.3.2010 Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Josel, wir sind – wie fast die gesamte Bevölkerung in der Stadt - entsetzt über die Ankündigung, dass ein Unternehmen des DB-Konzerns an die Stelle der Bahnhofsgaststätte und deren Saal, der mit vielfältigen Veranstaltungen eine kulturell angesehene Institution im Stadtleben ist eine Spielhalle platzieren will. Im Bemühen um eine Aufwertung des Bahnhofs Straubing als gerne angenommene barrierefrei zugängliche Verkehrstation mit einem entsprechend angenehmen Umfeld, für dessen Verwirklichung auch Sie persönlich Zusagen gemacht haben, bedeutet dies einen höchst enttäuschenden Rückschlag bzw. sogar dessen Verunmöglichung. Wir bitten Sie daher dringend um Ihre persönliche Einflussnahme bei der betreffenden Unternehmenseinheit, dass auf die Einrichtung einer Spielhalle verzichtet und dem bisherigen Pächter der Bahnhofsgaststätte die Fortführung seines bewährten Veranstaltungskonzeptes „Live aus dem Bahnhof“ ermöglicht wird. Genau dieses müsste auch im wirtschaftlichen Interesse Ihres Unternehmens liegen, wenn es Ihnen um mehr Kunden geht. Ebenso wie es in unserem verkehrspolitischen Interesse zur Verlagerung von Verkehr auf umweltverträgliche Verkehrsmittel liegt, wozu auch ein angenehm empfundenes Umfeld nicht nur in Zügen, sondern auch im Bereich von Bahnhöfen und Haltepunkten zwingend gehört. Dabei setzen wir auf Ihre übergreifende Sichtweise, die das Gesamtsystem Bahn im Blick hat und nicht nur eine kurzfristig möglichst gewinnbringende Immobilienvermarktung. Danke für Ihre Bemühungen und Ihre weitere Antwort dazu schon jetzt. Mit freundlichen Grüssen für den Vorstand der VCD- Kreisgruppe Straubing-Bogen Johann Meindorfer Rainer Schwarz Maria Stauber Sprecher stellvertretender Sprecher stellvertretende Sprecherin
29.3.2010 P R O T E S T Umgestaltung des Bahnhofssaales Straubing in eine Spielhalle Sehr geehrter Herr Klaus-Dieter J o s e l ! Drei Wochen nach dem für Straubinger Bahnkunden enttäuschenden Bahngipfel trifft uns nun auch noch die Hiobsbotschaft von der Schließung des Bahnhofssaales wegen einer Umwandlung des Saales in eine jugendgefährdende, rein am Profit ausgerichtete Spielhalle. Wir halten seit 20 Jahren in diesem Saal unsere örtlichen Veranstaltungen ab (ca. sechs imJahr) und das in voller Zufriedenheit unserer Teilnehmer nicht zuletzt auch mit der Bewirtung durch den stets entgegenkommenden Gastronom Wolfgang Knorr. Ihn und sein Personal zum Jahresende vor die Tür zu setzen ist uns völlig unverständlich, zumal der Gastwirt in den Saal viel investiert und dort neben zahlreichen Veranstaltungen verschiedenster Art eine renommierte Kleinkunstbühne aufgebaut hat. Der Bahnhofssaal ist von uns bewusst als Veranstaltungsort gewählt. Gerade ältere Mitglieder aus dem Landkreis nützen zur Anfahrt die Bahn. Bei einem abgelegenen Tagungsort droht der Bahn, Kunden zu verlieren, ganz abgesehen von dem Schaden durch einen weiteren Imageverlust bei den Bahnnutzern in unserem Verband. Das einmütige, empörende Votum bei unserer letzten Veranstaltung am 25. März d.J. im Bahnhofssaal hat das zum Ausdruck gebracht. Wir ersuchen Sie dringend, sehr geehrter Herr Josel, die Kündigung rückgängig zu machen und den Bahnhofssaal mit Gastronomie in seiner jetzigen Nutzung zu belassen !
Mit freundlichen Grüßen Theodor Seethaler, OStD a.D. Kreisvorsitzenderd. Sudetendeutschen Landsmannschaft 26.3.2020 Leserbrief zu „Spielhalle im Bahnhof Straubing“ Sehr geehrte Damen und Herren, die DB Immobilien Regensburg möchte ihren Gewinn maximieren, das auf Teufel komm raus und ohne Rücksicht auf die Bürger einer Stadt. Die Fahrgäste der DB in Straubing sollen keinen Service bekommen (wenn man bei dem bisherigen Angebot am Bahnhof Straubing überhaupt von „Service“ sprechen kann), die Fahrgäste stören in dem Gewinnstreben, denn die Fahrgäste stellen doch glatt Ansprüche. Im Bahnhof Straubing eine Spielhalle, die anderen Geschäfte in dem Bahngebäude werden „konzentriert“. Da könnten die Fahrgäste über kurz oder lang durchaus als Störfaktor gelten und sollen wahrscheinlich zu Hause bleiben. So weit wird es aber dann doch nicht kommen, da die Besucher der Spielhalle, die ihr Geld verspielt haben, u. U. jemanden brauchen, den sie um einen EURO anpumpen können. Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen bei DB Immobilien im Umkreis ihrer Wohnungen oder auf dem Schulweg ihrer Kinder keine Spielhalle dulden würden. Sie würden vielmehr Himmel und Hölle in Bewegung setzen und jedem Politiker mit ihrem Protest auf die Nerven gehen. Mit einem Provinzbahnhof kann man es aber machen. Wenn es schon um Gewinnmaximierung geht, so empfehle ich der DB Immobilien im Bahnhof doch ein Bordell einzurichten. Da könnte sicher noch mehr Geld gemacht werden. Das ist natürlich übertrieben und diese Aussage entspricht auch nicht der political correctness – wie dumm von mir. Doch wie sagte Sigi Zimmerschied „Sie glauben, das wäre Satire? Die Satire wird die Realität nie einholen“. Johann Braun
25.3.2010 Gastronomie und Kleinkunst statt Daddel-Spiele Reinhold Perlak erteilt Plänen der Bahn für eine Spielhalle eine Abfuhr Einmal mehr hat sich die Informationspolitik der Bahn als rätsel- und schleierhaft gezeigt. Über die Presse erfahren die Straubinger von den neuen Plänen zur Nutzung des derzeitigen Bahnhofsrestaurants und werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Perlak: "Die Bahn nimmt scheinbar keine Rücksicht auf die Auswirkungen ihres Handelns. Das schlechte Image und die unzeitgemäße Ausstattung des Straubinger Bahnhofs sorgen seit Jahren für sinkende Fahrgastzahlen und jetzt erreicht uns auch noch die Hiobsbotschaft in den Räumen des Bahnhofsrestaurants eine Spielhalle einzurichten". Aus städtebaulicher Sicht verändern Spielhallen das Erscheinungsbild des jeweiligen Viertels. "Was sollen ankommende Besucher denken, die am Straubinger Bahnhof als erstes ein Schmuddel-Umfeld mit Spielhalle sehen?", fragt sich Reinhold Perlak. Durch die Immobilien-Politik der Bahn werde die Nutzungsvielfalt zurückgedrängt. Zu befürchten sei ein sogenannter Trading-Down-Effekt: Für Läden und Büros fänden sich nicht mehr genügend Mieter aus Einzelhandel und Gewerbe, was Leerstand und Verfall bedeute. "Suchtexperten warnen: gewerbliche Spielhallen, in denen es sich nach Lust und Laune an Geldspielgeräten daddeln lässt, bis das Konto abgeräumt ist. Gerade im Umfeld der vielen jugendlichen Schülerinnen und Schüler ist diese Entwicklung eine Katastrophe", so Reinhold Perlak. Bedauerlich, so Reinhold Perlak, sei die Entwicklung auch für den Wirt des Bahnhofsrestaurants, der sich seit langer Zeit einen guten Ruf als Gastronom und Veranstalter in der Kleinkunstszene erarbeitet habe. "Spielhalle statt Kultur, das kann es nicht sein", so MdL Reinhold Perlak. "Es würde mich persönlich sehr freuen, wenn diese Ankündigung einen Sturm des Protestes auslösen würde, mit dem sich die Straubinger gegen die Umnutzung der Bahnhofsgaststätte wenden und sich stattdessen für einen attraktiven und modernen Bahnhof in Straubing einsetzen. Nur so sind die Verantwortlichen der Bahn zum Umdenken zu zwingen. Es ist nun auch Aufgabe aller politischen Kräfte 18.3.2010 Erste Antwort aus Berlin Bahnbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion und Landesgruppenvorsitzender der bayerischen SPD-Abgeordneten, Martin Burkert, antwortet auf Anfrage Anfang März wandte sich die BI in einem Brief an alle bayerischen Mitglieder der Ausschüsse Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie Wirtschaft und Technologie im Deutschen Bundestag mit der Bitte um Unterstützung bei den Themen "Grunderschließung aller Oberzentren im eigenwirtschaftlich von der DB AG zu betreibenden Fernverkehr" sowie "Ausreichende Mittelbereitstellung für den Schienenverkehr zur Verbesserung des Bahnverkehrs" Die BI an die Abgeordneten alle Fraktionen: Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass im Verkehrsetat des Bundeshaushaltes für den Schienenverkehr ausreichend Mittel vorgesehen werden, die zwingend notwendigen Investitionen in die Bahn-Infrastruktur zu leisten. Ein Abzug von Einnahmen aus der LKW-Maut von den Schienenverkehrsmitteln zu Gunsten weiterer Straßenbauprojekte muss sich aus verkehrspolitischen wie aus ökologischen Gründen verbieten. MdB Martin Burkert (SPD) dazu aus Berlin: Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie die Bürgerinitiative "Einfach menschlicher - Die Bahn mit Zukunft" vorstellen. Als Bahnbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion und Landesgruppenvorsitzender der bayerischen SPD-Abgeordneten möchte ich Ihnen diesbezüglich meine Unterstützung zusagen. Ihre Forderungen decken sich in weiten Teilen mit unseren Vorstellungen einer vernünftigen und nachhaltigen Verkehrspolitik. Wenn es gelingen soll, möglichst viel Verkehr von der Straße auf den umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene zu verlagern, dann müssen dafür auch ausreichende Angebote geschaffen werden. Hierzu ist der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland dringend notwendig. Es müssen mindestens alle Projekte des vordringlichen Bedarfs im aktuellen Bundesverkehrswegeplan realisiert werden. Wie die Bahn jedoch in einer der letzten Sitzungen des Verkehrsausschusses mitteilte, fehlen im Bundeshaushalt hierzu jährlich etwa 500 Millionen Euro. Die Bundesregierung und besonders Verkehrsminister Ramsauer sind anscheinend, trotz aller Beteuerungen, nicht an einem Ausbau der Schieneninfrastruktur in Deutschland interessiert. Streichungen sind deshalb sehr wahrscheinlich. Ich stimme Ihnen zu: Die Bahninfrastruktur degeneriert zunehmend vor allem in der Fläche und die Oberzentren müssen besser erschlossen werden. Dies betrifft in Bayern sicherlich im besonderen Maße die östlichen Landesteile. Zum einen ist dort eine bessere Anbindung an das Fernverkehrsnetz erforderlich - ob durch die Bahn selbst finanziert oder durch den Bund bestellt, sei dahin gestellt - zum anderen muss aber auch der Nah- und Regionalverkehr weiter ausgebaut werden. Ich möchte betonen, dass hier der Freistaat Bayern und die Bayerische Eisenbahngesellschaft ebenfalls in der Pflicht sind. Wir brauchen in Zukunft eine massive Aufstockung des Verkehrshaushalts von Bund und des Freistaat, um die zwingend notwendigen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten. Insbesondere, und da haben Sie unsere volle Unterstützung, lehnen wir eine Verwendung der LKW-Maut, einzig für den Ausbau der Straße, ab. Einen verkehrsträgerbezogenen Finanzierungskreislauf Straße zu schaffen, widerspricht dem Ziel einer "integrierten Verkehrspolitik" und konterkariert einen ausgewogenen umwelt- und klimafreundlichen Ausbau des Gesamtverkehrssystems. Es bedeutet die Abkopplung der LKW-Maut vom Bundeshaushalt und von der Finanzierung der übrigen Verkehrsträger und damit eine Abkehr von der absolut notwendigen Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene. Sehr geehrte Damen und Herren, ich freue mich über die Gründung Ihrer Bürgerinitiative und Ihren Einsatz für eine bessere Bahninfrastruktur in Bayern. Hier haben Sie meine Unterstützung. Ich stehe Ihnen für weitere Fragen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Martin Burkert, MdB 12.3.2010 
Barrierefrei ist etwas anderes „Nur die Kombination Bahnsteig und Zugeinstieg macht Barrierefreiheit aus“
Während ihre auf den Rollstuhl angewiesene Tochter Anna sich auf die Paralympics in Vancouver vorbereitet, hat Beate Schaffelhuber den Artikel in der gestrigen Laberzeitung zum „Barrierefreien Bahnhof“ in Laberweinting gelesen - und war erstaunt: „Sicherlich ist der Bahnsteig neu, rund 20 cm höher und sicherer – aber barrierefrei ist er nicht!“
Barrierefreiheit erreicht man nicht, wenn man einen Bahnsteig erneuert, ihn etwas erhöht und korrekt pflastert. Barrierefreiheit, so Beate Schaffelhuber, die es sich nicht nehmen ließ ein paar Stunden vor dem Abflug zu ihrer Tochter nach Vancouver die vielversprechenden Ausführungen zum „beispielhaften“ Ausbau des Laberweinting Bahnhofs persönlich zu überprüfen. Besonders die Aussage „dass man nun auch als Rollstuhlfahrer, ebenerdig in einen Triebwagen hineinfahren kann“ hat sie doch sehr verwundert. Nur zu gut kennen Beate Schaffelhuber und ihre Tochter die Bahnsteige und Züge in der Region – „im Fall Laberweinting von Barrierefreiheit zu sprechen ist sicherlich so nicht korrekt“, so Beate Schaffelhuber.
Die Situation in Laberweinting hat sich durch den Umbau erheblich verbessert! Der Bahnsteig ist sicherer, bequemer zu erreichen und auch das Einsteigen in den Zug fällt den meisten Menschen jetzt leichter. „Es fallen die rund 20 Zentimeter weg, die man sich bisher zur ersten Stufe der Triebwagentür hinaufschwingen musste“, so Beate Schaffelhuber, u.a. stellv. Sprecherin der Bürgerinitiative ‚Bahn einfach menschlicher’. „Doch da sind wir auch schon beim Wesentlichen: Die drei hohen Stufen im Triebwagen sind nicht verschwunden – ein unüberwindliches Hindernis, nicht nur für Rollstuhlfahrer.“
„Barrierefreiheit ist immer ein Gesamtkonzept“, so die engagierte Krankenschwester aus Bayerbach. „Nur wenn das ganze Paket stimmt, dann kann man es auch nutzen. Was hilft es einen Bahnsteig zu erreichen, wenn man nicht in den Zug kommt. Was macht es für einen Sinn, wenn man irgendwo einsteigen, nicht aber wieder aussteigen kann?“ Doch, so Beate Schaffelhuber weiter, wären Geiselhöring oder andere Stationen an der Gäubodenbahn froh, wenn sie so einen neuen Bahnsteig bekommen würden. Beispielhaft wäre Laberweinting, wenn die eingesetzten Triebwagen zum neuen Bahnsteig – das gilt übrigens auch für die Station Mallersdorf-Bahnhof – passen würden. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, dem unbedingt weitere folgen müssen“ Vom barrierefreien Bahnhof hat der Fahrgast nicht viel - wenn der Zug nicht barrierefrei dazu passt.“ Vielleicht plant die Bahn ja auch den Einsatz von stufenlosen Triebwägen in unserem Gebiet – (ähnlich wie in anderen Regionen, z. B. Bad Tölz) im Sinne der Menschen mit Einschränkung, aber auch für Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator oder auch Fahrradfahrer ist dies nur zu hoffen.
Markus Rinderspacher auf Regionaltour in Straubing - Unterstützung für die BI "Bahn einfach menschlicher"
Der Fraktionschef der SPD-Landtagsfraktion, Markus Rinderspacher, hatte sich im Vorfeld der Abendveranstaltung in der Straubinger Bahnhofsgaststätte mit dem stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der SPD Niederbayern, MdL Reinhold Perlak, bei einer Regionaltour in dessen Wahlkreis ein Bild von der wirtschaftlichen und sozialen Situation vor Ort gemacht. So war es auch Reinhold Perlak, Sprecher der BI, der die Anwesenden auf die Themen des Abends, die Finanz-, Umwelt- und Verkehrspolitik, einstimmte.
Markus Rinderspacher erklärte seine Solidarität mit der BahnBI "Bahn einfach menschlicher", die die Pläne, den derzeit als Kleinkunst-Bühne genutzten Saal der Bahnhofsgaststätte in eine ,, Spielhölle" umzufunktionieren, strikt weg ablehnen. Die SPD habe, um derartigen Einrichtungen die Rentabilität zu nehmen, im Landtag einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingereicht, nach dem die Genehmigung bei den Kommunen legen und Gewinne versteuert werden sollten, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.
Bahnhöfe und Bahninfrastruktur gelte es allgemein vor weiterem Qualitätsverlust zu schützen, so Rinderspacher weiter. Beispielhaft nannte Rinderspacher den Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg-Straubing-Passau – hier insbesondere den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe – sowie den 2-gleisigen Ausbau der Strecke Plattling-Landshut-München. Wie dies die Bahn schaffen solle, sehe er jedoch nicht: "Rund eine Milliarde Euro zieht die schwarz-gelbe Bundesregierung durch das so genannte Sparpaket von der bereits drastisch unterfinanzierten Bahn ab".
Hohe Anerkennung zollte Rinderspacher den vielen bürgerschaftlich-engagierten Gruppen in Straubing, die mit Ihrer Initiative und ihrem Protest immer wieder den "Finger in die Wunde legen" und sagte ihnen entsprechende Unterstützung zu. 17.5.2010 Hallo Freunde der Bürgerinitiative,
die DB lässt Bahnanlagen verkommen, die Verbindungen werden zusammengestrichen und die Bosse der Bahn spielen schon wieder Monopoly.
Im SPIEGEL fand ich heute einen aktuellen Artikel, dass die DB nach Großbritannien expandieren und dafür Milliarden ausgeben will. Das Ganze erinnert mich doch sehr an die HYPO ALPE-ADRIDA und an das Gebaren in der DDR, in den sozialistischen Ländern. Die HYPO ALPE-ADRIDA wurde ohne Sinn und Verstand und ohne genaue Prüfung gekauft und war ein Fiasko. Die Funktionäre in den sozialistischen Ländern ließen sich bei immer neuen Neubauprojekten feiern, während die Substanz der Altbauten oder der sonstigen bereits vorhandenen Bauten vollständig marode war und zerbröselte. Der Vorstand der DB jubelt und lässt sich wegen dem "geschäftlichen Erfolg" bei der Expansion in das Ausland feiern, während die Substanz der DB bis auf ein paar Prestigeobjekte dem Verfall anheim gegeben wird. Dem Vorstand der DB kann es ja egal sein, ob das Geschäft im In- und Ausland auf Dauer läuft und schwarze Zahlen schreibt. Geht die Sache schief, dann werden sie mit einem goldenen Handschlag entlassen und können sich mit einem gut gefüllten Polster neuen Aufgaben widmen.
Grüße und Freundschaft
Hans Braun
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Spiegel online 16. Mai 2010, http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,694774,00.html 4.5.2010 Streckenbeschleunigung Plattling- München und Regensburg – München und Ausbau der Gäubodenbahn für viele Fahrgäste wichtiger!
Wenn sich die Diskussion über notwendige Bahnausbauten auf den Anschluss an den Münchner Flughafen verengt, ist dem einiges entgegenzuhalten: Es gibt – bei ohnehin zu geringem Mittelansatz im Bundeshaushalt für die Bahn - für den Alltag von 2 Millionen Ostbayern wichtigere Bahnreiseziele als Flughäfen, die erheblichen Verbesserungsbedarf aufweisen: Das wären etwa fahrzeitbeschleunigende Ausbaumassnahmen auf den Strecken Regensburg – Landshut – Freising - München, Passau – Landshut – Freising - München und der Gäubodenbahn zwischen Bogen, Straubing und Neufahrn für eine angemessen höhere Reisegeschwindigkeit für alle, die in die Landeshauptstadt wollen. Davon würden neben der überwältigenden Mehrheit von Reisenden, die in München Ziele abseits des Flughafens ansteuern auch die Flugreisenden profitieren. Ob mit Neufahrner Spange oder auch schon mit dem von Freising direkt zum Flughafen-Terminal bestehenden Busanschluss im 20-Minuten-Takt mit gerade mal 17 Minuten Fahrzeit –20-Minuten-Takt im Busverkehr für Flugreisende. Klingen dagegen nicht die Forderungen nach einem Stundentakt am Wochenende und Halbstundentakt werktags auf der Gäubodenbahn als verbesserte regionale Erschliessung und Anbindung Straubings an die Bezirkshauptstadt Landshut und die Landeshauptstadt München über Neufahrn überaus bescheiden? Doch sie sind bisher unerfüllt; dafür hat der Freistaat angeblich kein Geld. Dabei wäre diese verkehrlichen Grundbedürfnisse zu erfüllen die „Pflicht“ für die Mandatsträger, während der hohe Aufwand für den Luxus einer zusätzlichen Flughafen-Anbindung bestenfalls die „Kür“ darstellen kann, wenn nach Erfüllung der Pflichtaufgaben noch Mittel bereitstünden. Was auch vielen Bahnreisenden, Pendlern tagtäglich sogar, zugute kommen würde: wenn man westlich des Hauptbahnhofes eine Umsteigemöglichkeit in den S-Bahn und Regionalverkehr Richtung München-Pasing schaffen würde. Kürzere Fahrstrecken und Fahrzeiten für eine Vielzahl von Reisenden, die in den Westen von München wollen. Alles wichtiger als die Verengung des Themas Bahnanschluss Ostbayerns Richtung München auf den Flughafen.
Verkehrsclub Deutschland VCD Arbeitskreis Ostbayern Johann Meindorfer
23.4.2010 Verbesserungsbedarf im Bahnverkehr in Ostbayern, Sofort-Verbesserungen auf der Gäubodenbahn KBS 932
Sehr geehrter Herr Staatsminister Zeil, sehr geehrte Damen und Herren, Wir haben Ihre Aussagen beim „Bahngipfel Straubing“ mit großem Interesse vernommen, insbesondere zur Anbindung Straubings. Daher bitten wir Sie, als eigenen Beitrag des Freistaates – in dessen eigener Zuständigkeit – über die BEG die baldmöglichste Bestellung weiterer Regionalbahnleistungen auf der Gäubodenbahn-Gesamtstrecke Bogen – Straubing – Neufahrn einzuleiten, sodass hier ein ganztägiger Stundentakt auch an Wochenenden und Feiertagen sowie zu den werktäglichen Hauptverkehrszeiten ein Halbstundentakt geboten werden kann. Dieses Erfordernis wurde nach unserer Kenntnis bei einem kürzlich stattgefundenen Gespräch vom Landrat des Landkreises Straubing-Bogen, Herrn Alfred Reisinger, unterstrichen. Dazu sollten auch die bisher zwischen Landshut und Regensburg bzw. umgekehrt verkehrenden ALEX-Zusatzzüge wie z.B. ALX 87012 so gelegt werden, dass sie in Neufahrn mit den zusätzlichen Fahrten auf der Gäubodenbahn eine Verbindung von fallweise nach Landshut und München bzw. nach Regensburg bieten. Diese Maßnahmen könnten schon zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember 2010 eine erste und wichtige Verbesserung für den Bereich Straubing-Bogen darstellen, die alleine vom Freistaat Bayem zu gestalten wäre. Zur Beschleunigung der Gäubodenbahn-Gesamtstrecke Bogen – Straubing – Neufahrn halten wir neben Auflassung einiger weniger bzw. zur zusätzlichen Sicherung der Bahnübergänge, auch durch Beseitigung von noch bestehenden Langsamfahrstellen, Beschleunigung der Ausfahrt aus den Bahnhöfen, insbesondere auch die Verkürzung des betriebs- bedingten Aufenthalts in Radldorf für notwendig. Darüberhinaus ist eine zeitgemäße kundenfreundliche und barrierefreie Ausstattung der an der Strecke liegenden Haltepunkte sowie des wichtigen Umsteigebahnhofs Neufahrn/Ndb erforderlich Sehr geehrter Herr Staatsminister Zeil, um ein positives Signal hierzu dürfen wir Sie nun herzlich bitten und verweisen auch auf die weiteren Notwendigkeiten in unserem Bereich hin: A. Bahn-Infrastruktur Netz KBS 880 Massnahmen zum Streckenausbau auf der den Strecken Plattling – Landshut –München und Regensburg – Landshut –München wären laut beigefügtem Schreiben von Herrn Bundesminister Dr. Ramsauer zwischen dem Freistaat und der DB Netz AG zu vereinbaren. Der Freistaat möge sich mit dem Bund sowie der DB Netz AG abstimmen und dafür einsetzen, dass durch Zurverfügungstellung ausreichender Finanzmittel ermöglicht wird, nachdem die Streckenausbauten auch im Hinblick auf Güterverkehre zu den BMW-Werken Regensburg und Dingolfing erforderlich sind und Teile der Zulieferungen im kombinierten Ladungsverkehr für letzteres Werk wegen Kapazitätsengpässen bereits ab Landshut auf der Strasse erfolgen müssen. B. Bahn-Infrastruktur Stationen Wir bitten, im Rahmen der Abstimmung des barrierefreien Ausbaus von Bahnhöfen für den nächsten anstehenden Zeitabschnitt den Bahnhof Straubing mit seinem doch erheblichen Reisendenaufkommen in der Prioriät gegenüber den jetzigen Planungen eindeutig vorzuziehen. Die ist schon auf Grund der überdurchschnittlich hohen Ausstattung der Stadt mit Behinderteneinrichtungen gerechtfertigt und erforderlich. C. Bahn-Fernverkehr Auf Forderungen nach einer Grunderschließung aller Oberzentren wie in Ostbayern Landshut, Straubing, Amberg und Weiden im Bahn-Fernverkehr verweist Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in seiner Antwort auf den nur eingeschränkten „Gewährleistungsauftrag des Bundes“ für ein „dem Wohl der Allgemeinheit dienendes Verkehrsangebot“. Dieses „Wohl der Allgemeinheit“ werde nicht tangiert, wenn „die Nachfrage nach dem Verkehrsmittel Schiene so gering ist, dass das Verkehrsbedürfnis auch anderweitig befriedigt werden kann.“ Dies unterstellt der Minister mit Hinweis auf die Bevölkerungszahlen für die genannten Städte und verweist auf die Verpflichtung, mit den Haushaltsmitteln wirtschaftlich umzugehen. Wir bitten Sie, beim Bund und beim Bundesverkehrsminister nochmals auf Umsetzung des von Ihnen erwähnten vom Bundesrat bereits beschlossenen Gesetzentwurfes für ein Mindestangebot von 6 Zügen für alle Oberzentren zu pochen. Wir hoffen nach wie vor, dass Sie als Ressortchef unsere Region bei einer Verbesserung des Bahnangebotes unterstützen, bitten Sie, die aufgezeigten Maßnahmen zu ergreifen und dürfen für Ihre Bemühungen und Nachricht über das Veranlasste schon jetzt herzlich danken. Mit freundlichen Grüßen Johann Meindorfer Verkehrsclub Deutschland VCD Arbeitskreis Ostbayern |